Prävention

Achtung vor Fake-Apps

Betrüger nutzen die Expansion im digitalen Handel mit Fake-Apps aus.

Bereits seit geraumer Zeit nutzen Betrüger den Verkauf über Online-Plattformen und Apps, um ihre Opfer durch Vortäuschungen falscher Tatsachen zum einen zur Übermittlung von Geldbeträgen, zum anderen zur Herausgabe ihrer Daten zu verleiten.

Die derzeit verwendeten Modi Operandi:
- Das Opfer wird von der sicheren Plattform "herausgelockt", das geschieht meist über einen anderen Messenger (meist WhatsApp), oder eine "geklonte Umgebung" der sicheren Plattform. Dort wird dann ein Link übermittelt, der zu einer vermeintlich sicheren Bezahlungsform führt. Den Opfern wird vorgetäuscht, dass sich eine Person für den angebotenen Artikel interessieren würde und sie werden daraufhin aufgefordert ihre Daten, inklusive Bankdaten oder Kreditkartendaten, einzugeben, um eine Zahlung zu erhalten. In Wahrheit werden die Daten hier jedoch auf einer Phishingseite eingegeben, wodurch es zu einer Zahlungsfreigabe durch die Opfer kommt.
In vielen Fällen erfolgen die Zahlungsaufforderungen mehrmals, da bei den opfern der Eindruck erweckt werden soll, dass eine Zahlung nicht funktioniert hätte, wodurch es aber im Endeffekt zu mehreren Überweisungen kommt.

- Seit mehreren Wochen dürfte eine Fake-App, wobei vorgetäuscht wurde, dass es sich um eine etablierte Online-Plattform handle, im Playstore zum Download verfügbar gewesen sein. Die Opfer, die der Meinung waren, sie seien Neukunden der Originalapp, wurden aufgefordert Probe- oder Verifizierungszahlungen durchzuführen. Zumeist wurden hier auffällige Beträge von 1111 oder einem Vielfachen davon, also 2222, 3333 usw. gefordert. Durch die Eingabe der Daten in die App, bei der es sich in Wahrheit um eine Phisingsoftware handelt, werden die Daten der Opfer abgesaugt und Zahlungen freigegeben.

Empfehlungen der Kriminalprävention

· Üblicherweise empfiehlt die Polizei den Kauf persönlich abzuwickeln, die Ware vor Ort zu begutachten und zu bezahlen. Aufgrund der Corona-Krise kann auf die Post- und Paketzustellung und Zahlung per Nachnahme oder Online-Bezahldienste ausgewichen werden.
· Überlegen Sie welches Risiko Sie bei einer Vorauszahlung eingehen wollen. Dies gilt besonders für Zahlungen ins Ausland.
· Seien Sie achtsam bei verhältnismäßig günstigen Angeboten!
· Wickeln Sie die gesamte Kommunikation mit der Verkäuferin oder dem Verkäufer über die Anzeige-Plattform ab! Täter versuchen oftmals auf andere Kanäle auszuweichen, um ihre Identität zu verschleiern.
· Fordern Sie bei hochpreisigen Waren weitere Bildaufnahmen und genaue Spezifikationen bei der Verkäuferin oder dem Verkäufer an!
· Melden Sie verdächtige Anzeigen der Verkaufsplattform. Sie schützen so auch andere!

Artikel Nr: 22644 vom Freitag, 21. April 2023, 13:30 Uhr
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