Sicherheit

BK-Direktor Holzer zu Gast bei Sicherheitsexpo Alpe-Adria

Am 14. und 15 Oktober 2026 fand die diesjährige Fachmesse für Sicherheitstechnik erstmals in Klagenfurt statt. Als Keynote-Speaker und Podiumsdiskussionsgast brachte auch BK-Direktor General Mag. Andreas Holzer, MA, seine Expertise ein.

Als Direktor des Bundeskriminalamtes ist er täglich mit den Auswirkungen hybrider Bedrohungen, Cyberkriminalität, Desinformation, organisierter Kriminalität und internationalen Krisen konfrontiert. Überlagern sich Krisen und Veränderungen, steigt die Verwundbarkeit der Menschen und auch jene von stattlichen Systemen.

Nach der offiziellen Eröffnung widmete sich Holzer mit seiner Keynote unter dem Titel "Die neue Verwundbarkeit – Sicherheit im Zeitalter permanenter Krisen" diesem Spannungsfeld. Früher bestand Sicherheit vor allem darin, bekannte Risiken zu kontrollieren. Heutzutage besteht sie vermehrt darin, unter permanenter Unsicherheit handlungsfähig zu bleiben. "Sicherheit entsteht dort, wo Menschen, Organisationen und Systeme gemeinsam lernfähig bleiben", betont Holzer.

In einer anschließenden Podiumsdiskussion unter dem Titel "Polykrise als Dauerzustand - Sind unsere Systeme noch beherrschbar?" diskutierte Holzer mit Armin Kaltenegger, dem Leiter der Rechtsabteilung im Kuratorium für Verkehrssicherheit, Georg Schwondra, einem Partner von Deloitte Wien und Leiter des Bereichs Cyber Risk, Alexander Kraus, dem Head Director of Central Europe vom Sicherheits- und Ermittlungsdienst G4S, und Bernhard Steindl, dem Geschäftsleiter des Sicherheitsdienstes ÖWD Security & Services.

Zwischen Stabiler Sicherheitslage und neuen Bedrohungen
In seiner Keynote verwies Holzer auf die insgesamt stabile Sicherheitslage in Österreich. Während einige klassische Kriminalitätsbereiche wie Kfz-Diebstähle, Wohnungseinbrüche sowie Taschen und Trickdiebstähle langfristig rückläufig sind, entstehen insbesondere durch die Digitalisierung neue Herausforderungen für die Sicherheitsbehörden.

Kriminalität ist zunehmend unabhängig von geografischen Grenzen. Täterinnen und Täter können aus dem Ausland agieren, ohne sich jemals am Aufenthaltsort ihrer Opfer zu befinden. Gleichzeitig nutzen Kriminelle digitale Technologien nicht nur für Betrugsdelikte, sondern auch im Zusammenhang mit Menschenhandel, Drogenhandel und Gewaltkriminalität.

Eine besondere Herausforderung stellt dabei der Faktor Mensch dar. Durch gezielte Manipulation, etwas mittels Social Engineering, nutzen Kriminelle menschliche Eigenschaften wie Hilfsbereitschaft, Angst oder Respekt vor Autoritäten aus. Gleichzeitig werden kriminelle Dienstleistungen zunehmend professionell organisiert und international angeboten.

Holzer unterstrich in diesem Zusammenhang die Bedeutung anpassungsfähiger Sicherheitsstrukturen und internationaler Zusammenarbeit. Entscheidend sei nicht nur die Abwehr einzelner Bedrohungen, sondern auch die Fähigkeit, auf neue Entwicklungen und parallele Krisen angemessen reagieren zu können.

BK Direktor Andreas Holzer
Foto: ©  KFV/APA-Fotoservice/Karl-Heinz Fessl
Fotograf/in: Karlheinz Fessl
BK Direktor Andreas Holzer
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Podiumsdiskussion
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Teilnehmer der Podiumsdiskussion
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Fotograf/in: Karlheinz Fessl

Artikel Nr: 30802 vom Sonntag, 18. Oktober 2026, 20:56 Uhr
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