Prävention
Sicher in die Radsaison starten
Die Fahrradsaison 2025 hat begonnen. Mit den Tipps der Kriminalprävention des Bundeskriminalamtes (BK) steht einer sicheren Saison nichts mehr im Wege.
Können Sie nachweisen, dass Ihr Fahrrad wirklich Ihr eigenes ist?
Häufig können gestohlene Fahrräder oder E-Bikes den rechtmäßigen Besitzerinnen und Besitzern nicht zugeordnet werden, da auf eine Anzeigenerstattung bei der Polizei verzichtet wird oder die Räder bei der Anzeigenerstattung nur vage beschreiben werden können. Der sogenannte Fahrradpass der Kriminalprävention des Bundeskriminalamtes kann Abhilfe schaffen. Der Pass ist auf der Homepage unter dem untenstehenden Link abrufbar, aber auch bei jeder Polizeiinspektion in Österreich erhältlich. In diesem Dokument sind die wichtigsten Informationen des Fahrzeuges, wie beispielsweise Farbe, Herstellermarke, Modell, Rahmennummer, Material und Art der Gangschaltung notiert. Im Falle eines Diebstahls sind das die erforderlichen Informationen, um den rechtmäßigen Besitz nachzuweisen und die Polizei bei der Fahndung zu unterstützen. Rechnungen und eventuelle Versicherungsunterlagen sind zusätzlich von Vorteil.
Richtiges Absperren ist der Schlüssel zum Erfolg
Schlösser spielen bei der Sicherung von Fahrrädern und E-Bikes eine bedeutende Rolle. Grundsätzlich gilt: Schlüsselschlösser sind sicherer als Zahlenkombinationsschlösser. Die Kriminalprävention des Bundeskriminalamtes empfiehlt das Verwenden von Bügelschlössern ab 12 Millimeter Rohrstärke oder Panzerkabelschlössern. Nicht empfehlenswert sind dünne Spiralkabelschlösser, da widerstandsfähige Fahrradschlösser einen hohen Metallanteil haben und daher relativ schwer sind. Das Schloss sollte Richtung Boden schauen, aber nicht aufliegen.
Fahrräder vor Kellereinbrüchen schützen
Im Keller wird gewöhnlich das verstaut, wofür in der Wohnung oder im Haus kein Platz vorhanden ist. Oftmals sind die Gegenstände im Keller aber nicht oder nur unzureichend geschützt, weshalb sie gerne in das Visier der Kriminellen geraten. Dazu gehören vor allem Fahrräder und E-Bikes. Vielfach werden diese Fahrzeuge nach der Straftat auf diversen Internetplattformen verkauft oder über Händlerinnen und Händler für gebrauchte Fahrräder vertrieben. Um Raddiebstahl im Keller vorzubeugen, sollte das Fahrzeug mit einem hochwertigen Schloss an einen fixen Gegenstand gesperrt werden. Das Absperren ist besonders in allgemein zugänglichen Fahrradabstellräumen wichtig.
Sicherungsmaßnahmen der Kriminalprävention des Bundeskriminalamtes
• Den Fahrradpass ausfüllen beziehungsweise die wichtigsten Daten zum Fahrrad sicher verwahren.
• Es ist wichtig das Rad mit einem hochwertigen Schloss an einem festen Gegenstand abzusperren - auch bei kurzer Abstelldauer.
• Beim Absperren im öffentlichen Raum sind gut beleuchtete, gut frequentierte Abstellplätze zu bevorzugen.
• Ein immer am selben Ort abgestelltes Fahrzeug erweckt den Eindruck, keine Besitzerin oder keinen Besitzer zu haben.
• Abnehmbare Komponenten wie beispielsweise Fahrradcomputer oder Beleuchtung beim Absteigen mitnehmen. Bei manchen E-Bikes kann der Akku abmontiert werden.
• Bei teuren Rädern und E-Bikes ist es empfehlenswert eine Diebstahlversicherung oder Fahrradregistrierungen abzuschließen und gegebenenfalls GPS-Tracking zu installieren.
Persönliche Beratungen können an jeder Polizeiinspektion in Österreich vereinbart werden.