Kriminalitätsbekämpfung
Update zur gemeinsamen Aktion gegen Wildtierkriminalität
Im Zuge der präventiven Absuche am 5. März 2025 war das Bein eines Mäusebussards gefunden worden. Dieses wurde sichergestellt und zur Begutachtung eingeschickt. Die Untersuchungsergebnisse bestätigen nun den illegalen Abschuss des Greifvorgels.
In einer gemeinsamen Aktion von Bundeskriminalamt, Landeskriminalamt Burgenland, der Landespolizeidirektion Burgenland sowie den Naturschutzorganisationen WWF und BirdLife Österreich wurden am 5. März zwei Jagdreviere im Bezirk Neusiedl abgesucht, die in der Vergangenheit durch illegale Abschüsse, unter anderem von Kaiseradlern, betroffen waren. Unterstützt durch Suchhunde und Drohnen machten sich die Ermittlerinnen und Ermittler auf die Suche nach Hinweisen auf Wildtierkriminalität.
Die Untersuchung, die von Expertinnen und Experten des Forschungsinstituts für Wildtierkunde und Ökologie in Wien durchgeführt wurde, identifizierte eindeutig Geschoßteile im Bein des Vogels.
Fortsetzung der Ermittlungen
Die Ermittlungen gegen Wildtierkriminalität im Bezirk Neusiedl am See werden intensiv fortgesetzt, weitere Präventivmaßnahmen sind geplant.
"Der Fund des geschossenen Mäusebussards zeigt, dass wir mit den präventiven Bestreifungen richtig liegen. Das Besondere an Wildtierkriminalität ist, dass es oftmals im Verborgenem geschieht und daher lange oder sogar für immer unentdeckt bleibt. Die Natur hat keine Stimme und kann daher nicht selbst anzeigen. Trotzdem dürfen sich die Täter mit ihrer perfiden und heimtückischen Tat nicht in Sicherheit wiegen. Mit den verstärkten Kontrollen und der Aufmerksamkeit der Bevölkerung kämpfen wir dagegen an" betont Karl Frauenberger, Referatsleiter Umweltkriminalität im Bundeskriminalamt.