Prävention
Bundeskriminalamt und PSA Payment Services Austria GmbH intensivieren Zusammenarbeit zur Bekämpfung
Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem Bundeskriminalamt (BK) und der PSA Payment Services Austria GmbH (PSA) im Kampf gegen Phishing wird fortgesetzt: Der stellvertretende Direktor des Bundeskriminalamts, Paul Marouschek, und die Geschäftsführer der PSA, Harald Flatscher und David Ostah, unterzeichneten am 13. Februar 2025 ein "Memorandum of Understanding" (MoU).
Gemeinsam gegen Cybercrime – Prävention als Schlüsselstrategie
Das "Memorandum of Understanding" zielt darauf ab, durch verstärkten Informationsaustausch zwischen Wirtschaft und Behörden digitale Betrugsformen frühzeitig zu erkennen und effektiv zu bekämpfen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf präventiven Maßnahmen zur Sensibilisierung der Bevölkerung. "Ein herausragendes Beispiel dieser Kooperation ist die Kampagne #10TageGegenPhishing – die bisher größte gemeinsame Bewusstseinsbildungskampagne des Bundeskriminalamts mit der PSA Payment Services Austria GmbH, diversen österreichischen Banken und der Watchlist Internet. Dieses Engagement zeigt, wie wichtig es ist, gemeinsam Aufklärungsarbeit zu leisten und die Bevölkerung aktiv in den Kampf gegen Cyberbetrug einzubeziehen", betont Bernhard Schafrath, Leiter des Büros für Kriminalprävention im Bundeskriminalamt.
Stärkung der Zusammenarbeit und Ausbau der Anti-Phishing-Plattform
Die Unterzeichnung des neuen MoU markiert einen weiteren Meilenstein in der Kooperation zwischen BK und PSA. "Der erste Anti-Phishing-Gipfel im Dezember 2023 war ein großer Erfolg und hat die Weichen für eine enge Zusammenarbeit gestellt. Frühzeitige Erkennung und Prävention spielen eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Cyberkriminalität. Die Unterzeichnung dieses "Memorandum of Understanding" ist ein weiterer wichtiger Schritt in unserer gemeinsamen Arbeit zur Bekämpfung von Cyberkriminalität – insbesondere im Bereich des Phishings", erklärt Paul Marouschek.
Seit dem ersten Anti-Phishing-Gipfel hat sich die Plattform, bestehend aus dem Bundeskriminalamt, der PSA, Telekommunikationsanbietern, verschiedenen Banken in Österreich und weiteren wichtigen Stakeholdern der österreichischen Wirtschaft, erfolgreich etabliert. Die Beteiligten arbeiten kontinuierlich an neuen Maßnahmen, um Cyberkriminellen entgegenzuwirken. Die enge Zusammenarbeit ermöglicht es, effektive Schutzmaßnahmen zu entwickeln und deren Umsetzung rasch voranzutreiben.
Auch Harald Flatscher, Geschäftsführer der PSA Payment Services Austria GmbH, unterstreicht die Bedeutung der präventiven Maßnahmen: "Viele Cyberangriffe könnten durch einfache Vorsichtsmaßnahmen verhindert werden. Unsere Kooperation trägt dazu bei, die Sicherheit in Österreich nachhaltig zu verbessern und das Bewusstsein für potenzielle Gefahren zu schärfen. Präventive Maßnahmen sind der Schlüssel zur erfolgreichen Bekämpfung von Cyberkriminalität."
Sein Geschäftsführer-Kollege David Ostah ergänzt: "Die enge Zusammenarbeit zwischen den österreichischen Banken, dem BMI, dem BK und PSA zeigt, wie öffentliche und private Organisationen gemeinsam zur digitalen Sicherheit beitragen können. Diese Kooperation unterstreicht unser gemeinsames Bestreben, präventive Maßnahmen weiter auszubauen und Cyberkriminalität effektiv entgegenzuwirken. Nur durch kontinuierliche Sensibilisierung und proaktive Schutzmaßnahmen können wir die digitale Welt sicherer machen."
Würdigung besonderer Verdienste
Thomas Von der Gathen ist seit den Anfängen der Anti-Phishing-Plattform maßgeblich an deren Entwicklung beteiligt und, gemeinsam mit Bernhard Schafrath, einer der Initiatoren dieses wichtigen Projekts. Seine langjährige, engagierte Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt wurde im Rahmen der Unterzeichnung gewürdigt. Für seine besonderen Verdienste erhielt er ein Dekret sowie den BK-Award.
Mit der Fortsetzung dieser Partnerschaft setzen das Bundeskriminalamt und PSA Payment Services Austria GmbH ein klares Zeichen im Kampf gegen Phishing. Die verstärkten Maßnahmen sollen dazu beitragen, Cyberkriminellen noch effektiver entgegenzutreten und die Bevölkerung über digitale Bedrohungen umfassend zu informieren.