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Operation Decoy III: 1,2 Milliarden Euro an Falschgeld bei internationaler Postaktion beschlagnahmt

Zwischen Juni und November 2025 fand die dritte operative Phase der Operation Decoy unter der Koordination von Europol statt. Das Büro für Betrugsermittlungen des Bundeskriminalamtes (BK) hatte dabei die Leitung über. Ziel war die Sicherstellung von Falschgeld und Rohmaterialien, die zur Herstellung dienten. Der Großteil der Falschgeldbestände stand in Zusammenhang mit China.

Nachdem Spanien und Portugal die ersten beiden operativen Phasen der Operation Decoy geleitet haben, hatte Österreich die Leitung der dritten operativen Phase inne. Alle drei Operationen wurden von Europol koordiniert. Die gemeinsame Zoll- und Polizeiaktion richtete sich gegen kriminelle Netzwerke, die gefälschte Währungen über Postdienste verbreitet haben.

Im Rahmen der Operation DECOY III haben Strafverfolgungsbehörden aus 18 Ländern Falschgeld in Form von Banknoten und Münzen mit einem Schätzwert von 1,2 Milliarden Euro aus dem Verkehr gezogen.

Ergebnisse der Operation Decoy III in Österreich
Im Zuge der dritten operativen Phase konnten in Österreich
• 890 Stück gefälschter Euro-Banknoten mit einem Gesamtnennwert von 11.690 Euro sichergestellt werden, ebenso wie
• 4.800 Stück gefälschter Schweizer Franken und 1.000 Banknoten mit einem Gesamtwert von 4,8 Millionen Schweizer Franken

Internationale Ergebnisse der Operation Decoy III
Während der sechsmonatigen Einsatzphase zwischen 01. Juni und 30. November 2025 beschlagnahmten die Behörden 379 Pakete mit Falschgeld. Die Beschlagnahmungen führten zu 70 neuen Ermittlungen gegen die dahinterstehenden kriminellen Netzwerke. Insgesamt konnten die Bediensteten mehr als sieben Millionen gefälschte Gegenstände beschlagnahmen, darunter:
• 4,8 Millionen Euro-Banknoten und -Münzen
• 2,3 Millionen US-Dollar-Banknoten
• 23.302 Britische-Pfund-Banknoten
• 4.800 Schweizer-Franken-Banknoten

China als wichtige Quelle für Falschgeld in Europa
Mehr als 90 Prozent der beschlagnahmten Falschgeldbestände standen im Zusammenhang mit Sendungen aus China. Allein die rumänischen Behörden beschlagnahmten über 4,8 Millionen Euro-Banknoten mit verändertem Design und deckten ein Lager auf, in dem mehr als 223.000 aus China verschiffte gefälschte Banknoten gelagert waren.

Darüber hinaus wurden bei drei separaten Beschlagnahmungen in Portugal, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten mehr als 220.000 gefälschte Münzen in Euro, Pfund und US-Dollar entdeckt. Alle Sendungen konnten nach China zurückverfolgt werden.

Europol arbeitet unter der Koordination der Europäischen Kommission auch mit der Europäischen Zentralbank (EZB) zusammen, um die Zusammenarbeit mit den chinesischen Behörden zu verstärken und Falschgeld an der Quelle zu bekämpfen.

Fazit der ersten drei operativen Phasen
Nach jeder operativen Phase wurde ein internationales Debriefing zur Ergebnisbeurteilung abgehalten und im Zuge dessen der Lead an das nächste Land übergeben. Das Debriefing der dritten und letzten operativen Phase fand am 28. und 29. Jänner 2026 in Wien statt. Folgende Staaten und Institutionen der EU haben teilgenommen:
• Europäische Kommission
• Europäische Zentralbank
• Europol, Analyseprojekt (AP Soya)
• Oesterreichische Nationalbank (OeNB), National Analysis Center (NAC)
• Zoll- und Polizeibehörden folgender EU-Staaten: Österreich, Bulgarien, Kroatien, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, Niederlande, Polen, Portugal und Spanien
• Zoll- und Polizeibehörden aus Drittstaaten: China, Türkei, Großbritannien, Serbien, USA (US Secret Service)

Im Zuge der drei operativen Phasen der Operation Decoy konnte in Österreich von 2023 bis 2025 folgendes sichergestellt werden:
• 45 Postsendungen
• 11.764 Stück gefälschter Euro-Banknoten
• 4.800 Stück gefälschter Schweizer Franken und 1.000 Banknoten mit einem Gesamtwert von 4,8 Millionen Schweizer Franken
Die Operation Decoy soll im nächsten EMPACT IPCCGC Circle 2026-2029 weitergeführt werden soll.

Artikel Nr: 30008 vom Mittwoch, 11. Februar 2026, 09:01 Uhr
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