Kriminalitätsbekämpfung

Cyberkriminalität im Fokus der 24. Sicherheitskonferenz Krems

Am 21. Oktober 2026 stand die 24. Sicherheitskonferenz Krems im Zeichen digitaler Bedrohungen, professioneller Cyberkriminalität und der Verantwortung für Cybersicherheit. Mit Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit Franz Ruf und Bundeskriminalamtsdirektor Andreas Holzer waren auch zwei hochrangige Vertreter des Innenministeriums anwesend.

Digitale Bedrohungen und neue Geschäftsmodelle

Assoz. Prof. Mag. Dr. Walter Seböck, MAS MSc MBA, Leiter des Departments für Sicherheitsforschung an der Universität für Weiterbildung Krems, eröffnete die Konferenz und begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
"Die neue Sicherheitsrealität erfordert weit mehr als nur technische Abwehrmaßnahmen. Gefragt sind digitale Resilienz und echte institutionelle Verantwortung, also die Kunst, Risiken souverän zu managen, ohne Freiheit, Eigenverantwortung und unsere demokratische Gestaltungsfähigkeit zu gefährden", so Seeböck.

Anschließend beleuchtete Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit Mag. Dr. Franz Ruf in seiner Keynote die wachsende Bedeutung digitaler Sicherheit und die Herausforderungen, die Cyberkriminalität für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft mit sich bringt. Dabei stand insbesondere die Notwendigkeit im Vordergrund, digitalen Bedrohungen frühzeitig und entschlossen zu begegnen.

"Sicherheit misst sich letztlich nicht an Bits und Bytes, sondern daran, ob Menschen geschützt sind, die Versorgung funktioniert, Unternehmen handlungsfähig bleiben und unsere Demokratie auch unter Druck Bestand hat", so Ruf abschließend.

Rat Mag.iur. DI Bernhard Gander, MSc, vom Cybercrime Competence Center des Bundeskriminalamtes widmete sich dem Phänomen "Cybercrime as a Service". Kriminelle Dienstleistungen, Schadsoftware und technische Infrastruktur werden zunehmend als Service angeboten. Dadurch sinken die Einstiegshürden für Täter, während sich Cyberkriminalität immer stärker professionalisiert.

Cybersicherheit als Führungsaufgabe

Im Rahmen der ORF-Podiumsdiskussion "Sicherheit ist Sache der Führung – Cybersecurity zwischen Strategie und Verantwortung" diskutierte BK-Direktor General Mag. Andreas Holzer, MA, gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Sicherheit und internationalen Institutionen über strategische Herausforderungen der Cybersicherheit. Im Fokus standen die Verantwortung von Entscheidungsträgern, der Umgang mit digitalen Risiken und die Notwendigkeit gemeinsamer Sicherheitsstrategien.

"Leider lernen wir oft erst dann, wenn bereits ein Schaden entstanden ist. Umso wichtiger ist es, vorausschauend zu handeln, präventiv in unsere Sicherheit zu investieren und gezielt Resilienz aufzubauen. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die nächste Generation. Die Schülerinnen und Schüler der CyberHAK sind jene Fachkräfte, die wir künftig dringend brauchen werden, um den digitalen Herausforderungen wirksam begegnen zu können", betonte BK-Direktor Andreas Holzer im Rahmen der Podiumsdiskussion.

Zusammenarbeit und langfristige Sicherheitsstrategien

Den Abschluss bildeten zwei Fachvorträge zu zentralen Zukunftsfragen der Cybersicherheit. DI (FH) Robert Lamprecht, MSc, Partner im Bereich Cybersecurity bei KPMG Austria, beleuchtete die Bedeutung der Zusammenarbeit im Kampf gegen Cyberkriminalität, während DI Harald Leitenmüller, CTO von Microsoft Österreich, den Blick auf langfristige Sicherheitsstrategien in einer zunehmend vernetzten Welt richtete.
Mag.a Dr.in Ingeborg Zeller, MA, die für die Gesamtorganisation und inhaltliche Gestaltung der Konferenz verantwortlich zeichnete, schloss die erfolgreiche Veranstaltung und gab einen Ausblick auf die 25. Sicherheitskonferenz im Jahr 2027.

Artikel Nr: 30823 vom Donnerstag, 22. Oktober 2026, 11:57 Uhr
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