Kriminalitätsbekämpfung
Internationale Zusammenarbeit gegen Sexualstraftaten im Internet weiter verstärkt
7. Arbeitstreffen in Windischgarsten eröffnet – Fokus auf neue Ermittlungsansätze, Prävention und Opferschutz
Auf Einladung des Bundeskriminalamtes und der Staatsanwaltschaft Wien wurde das 7. internationale Arbeitstreffen zur Bekämpfung von Sexualstraftaten im Internet in Windischgarsten feierlich eröffnet. Vertreterinnen und Vertreter von Strafverfolgungsbehörden aus Österreich, der Schweiz und Deutschland kamen zusammen, um aktuelle Herausforderungen zu erörtern, bewährte Praktiken auszutauschen und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit weiter zu intensivieren.
Im Mittelpunkt des Treffens standen insbesondere neue Entwicklungen im Bereich der digitalen Kriminalität, innovative Ermittlungsmethoden sowie Strategien zur effektiven Prävention und Verfolgung von Sexualdelikten im Internet. Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung und Internationalisierung von Straftaten gewann die enge Kooperation über Ländergrenzen hinweg weiter an Bedeutung.
"Dieses Arbeitstreffen bietet eine wichtige Plattform, um Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen und gemeinsame Lösungsansätze zu entwickeln. Nur durch koordinierte internationale Zusammenarbeit kann der Kampf gegen Sexualstraftaten im Internet nachhaltig gestärkt und auf neue Phänomene wie Deepfakes und die Nutzung von KI eingegangen werden", so der Erste Staatsanwalt Dr. Gerd Hermann von der Staatsanwaltschaft Wien im Zuge seiner Eröffnungsrede.
Die Leiterin der Staatsanwaltschaft Wien, Mag. Michaela Obenaus betonte: "Der Opferschutz nimmt in diesem sensiblen Bereich eine zentrale Rolle ein. Besonders Straftaten im digitalen Raum durchdringen den höchstpersönlichen Lebensbereich eines Opfers zumeist in einem rasanten Tempo. Die Strafverfolgungsbehörden sind gefordert, rasch zu vernetzten Ergebnissen zu kommen, um strafbares Verhalten zu beenden und aufzuklären. Gleichzeitig stehen Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei jedoch vor der Herausforderung, dass die vorhandenen rechtlichen Instrumente wie etwa die Datenbeschlagnahme starr und wenig praxistauglich sind. "
Im Rahmen der mehrtägigen Veranstaltung waren Fachvorträge, Workshops und bilaterale Gespräche vorgesehen. Ziel war es, konkrete Maßnahmen zur weiteren Vertiefung der Zusammenarbeit zu erarbeiten, insbesondere im Bereich des Informationsaustauschs, gemeinsamer Ermittlungen und spezialisierter Schulungen.
Der Direktor des Bundeskriminalamtes General Mag. Andreas Holzer, MA, erläuterte im Zuge der Eröffnung: "Diese Tagung bringt jene zusammen, die täglich an der Grenze des Machbaren arbeiten. Sie ist ein zentraler Baustein, um unsere Methoden weiterzuentwickeln, voneinander zu lernen und gemeinsam Verantwortung im Kampf gegen diese besonders schwerwiegende Kriminalitätsform zu übernehmen."
Die Veranstalter erwarten, dass das Treffen wichtige Impulse für die zukünftige Zusammenarbeit setzen und einen wesentlichen Beitrag zur Bekämpfung von Sexualstraftaten im digitalen Raum leisten wird.