Statistik & Berichte

Polizeiliche Anzeigenstatistik 2025 zeigt Halbierung der Eigentumskriminalität

Einbrüche in Wohnungen und Wohnhäuser befinden sich auf einem historischen Tiefstand. Die Kriminalität der Zehn- bis 14-Jährigen ist weiterhin eine Herausforderung.

Innenminister Gerhard Karner, Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit Franz Ruf und der Direktor des Bundeskriminalamts, Andreas Holzer, präsentierten am 31. März 2026 im Innenministerium die kriminalpolizeiliche Anzeigenstatistik für das Jahr 2025. Der Innenminister sagte: "Die polizeiliche Anzeigenstatistik ist eine Richtschnur und ein Handlauf für die kriminalpolizeiliche Seite, die Sicherheitsbehörden sowie politische Verantwortliche, die entsprechenden Maßnahmen zu setzen. Je stärker der Fahndungsdruck, desto höher ist die Zahl der tatverdächtigen Handlungen, die ermittelt werden kann. Wir kriegen sie, wir zeigen sie an und wir schieben sie auch ab."

Franz Ruf, Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, sagte: "Die Entwicklung zeit eine stabile Sicherheitslage in Österreich. Besonders hervorzuheben ist die Aufklärungsquote – eine der höchsten Aufklärungsquoten im 25-Jahresvergleich."

Andreas Holzer, Direktor des Bundeskriminalamts, sagte: "Das Jahr 2025 zeigt sehr deutlich, dass die Kriminalpolizei in Österreich schlagkräftig aufgestellt ist – mit einem klaren Ziel: Straftaten zu verhindern, Täter konsequent zu verfolgen und Opfer bestmöglich zu unterstützen."

Anzeigen, Aufklärung und Tatverdächtige
Im Jahr 2025 wurden 538.656 Anzeigen erstattet – ein Anstieg um 4.463 Anzeigen bzw. 0,8 Prozent gegenüber 2024. Die Aufklärungsquote konnte auf 53,6 Prozent weiter gesteigert werden.

Es wurden 345.095 Tatverdächtige ausgeforscht, davon 180.493 österreichische Staatsbürgerinnen und -bürger sowie 164.573 ausländische Tatverdächtige – ein Anteil von 47,7 Prozent. Bei Tatverdächtigen ohne österreichische Staatsbürgerschaft stehen Personen aus Rumänien, Syrien und Deutschland an der Spitze. Die Anzahl der syrischen Tatverdächtigen stieg um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Eigentumskriminalität hat sich in den vergangenen 20 Jahren fast halbiert – Internetkriminalität weiterhin auf hohem Niveau
Mit 163.685 Anzeigen hat sich die Eigentumskriminalität in den vergangenen beiden Jahrzehnten halbiert. Besonders stark ist der Rückgang bei Wohnraumeinbrüchen (Wohnung und Wohnhaus), aber auch beim Kraftfahrzeugdiebstahl – die in früheren Jahren Problemfelder darstellten.

2025 wurden 63.459 Internetdelikte angezeigt – eine Steigerung um 1,8 Prozent. Ein Hauptproblem bleibt dabei nach wie vor der Online-Betrug. Allerdings wird das Internet auch häufiger als Tatmittel verwendet, wie zum Beispiel für den betrügerischen Datenverarbeitungsmissbrauch.

Jugendkriminalität bleibt weiterhin Herausforderung
Bei der Jugendkriminalität ist ein neuerlicher deutlicher Anstieg bei Zehn- bis 14-jährigen Tatverdächtigen zu erkennen – fast eine Verdopplung der Anzeigen seit 2021. 51,3 Prozent davon sind ausländische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, auffällig viele syrische Jugendliche.

Ableitungen und Maßnahmen
Ein Schwerpunkt liegt weiterhin auf der Bekämpfung der Internetkriminalität, insbesondere durch verstärkte Spezialisierung, den Ausbau internationaler Zusammenarbeit sowie eine enge Kooperation mit Partnern aus Wirtschaft und Telekommunikation.

Gleichzeitig wird die erfolgreiche Strategie zur Bekämpfung der Eigentumskriminalität konsequent fortgeführt – insbesondere durch gezielte Schwerpunktaktionen, internationale Vernetzung und verstärkte Präventionsarbeit.
Ein weiterer Fokus liegt auf der frühzeitigen Erkennung und Aufdeckung von Kontrolldelikten, wie etwa dem Sozialleistungsbetrug, durch verbesserte Zusammenarbeit mit Behörden und Institutionen.

Ziel bleibt es, Kriminalität wirksam zu bekämpfen, präventiv zu verhindern und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung nachhaltig zu stärken.

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Artikel Nr: 30145 vom Mittwoch, 1. April 2026, 09:33 Uhr
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