Internationales

Study Visit im Zeichen der Prävention - Tschechische Antidrogeneinheit zu Gast im Bundeskriminalamt

Von 25. bis 26. Juni 2025 begrüßte das Bundeskriminalamt eine Delegation der tschechischen Anti-Drogen-Einheit der Nationalpolizei (NPC) zu einem Study Visit. Im Mittelpunkt des ISF-finanzierten Projektes standen
kriminalpräventive Maßnahmen im Zusammenhang mit Suchtmittelmissbrauch und -kriminalität.

Das Projekt verfolgt das Ziel, polizeiliche Drogenpräventionsprogramme in den an die Tschechische Republik angrenzenden Staaten zu analysieren. Durch die Erhebung von State-of-the-Art-Modellen und bewährten Praktiken sollen Erkenntnisse gewonnen werden, die als Grundlage für die Entwicklung eines neuen Präventionskonzepts der tschechischen Polizei dienen.

Fachliche Schwerpunkte des Study Visits
Im Zuge des Study Visits erfolgte ein fachlicher Austausch mit dem Büro Suchtmittelkriminalität im Bundeskriminalamt. Der tschechischen Delegation wurden aktuelle Entwicklungen in Österreich präsentiert und damit verbundene Herausforderungen im Bereich der Bekämpfung von Suchtmittelkriminalität offengelegt. Darüber hinaus wurde den Gästen ein Einblick in laufende Projekte und Best Practice Beispiele gewährt, die auf die nachhaltige Weiterentwicklung bestehender Maßnahmen der Suchtmittelkriminalitätsbekämpfung abzielen.
Das Büro Kriminalprävention und Opferhilfe stellte kriminalpolizeiliche Präventionsstrategien vor. und erklärte bestehende Strukturen und Maßnahmen. Das österreichweite Kriminalpräventionsprogramm "UNDER18" mit der Zielgruppe Jugendliche stand dabei im Mittelpunkt. Es bildet seit Jahren das Rückgrat der kriminalpolizeilichen Präventionsarbeit an Schulen und adressiert im Modul "Look@your.Life" die Prävention von Suchtmitteldelinquenz in Form eines Mehrebenenansatzes, der sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Lehrerinnen und Lehrer sowie die Erziehungsberechtigten involviert. Das Kriminalpräventionsprogramm stieß bei den tschechischen Gästen auf großes Interesse.

Des Weiteren wurden Maßnahmen zur Verhinderung der illegalen Suchtmittelproduktion diskutiert - darunter die Sensibilisierung von Gewerbetreibenden im Hinblick auf chemische Stoffe, die zur Herstellung illegaler Drogen missbräuchlich verwendet werden können. Zum Abschluss besuchte die Delegation das Büro der Kriminaltechnik. Dieses führt als zertifiziertes Labor einen Großteil der forensischen Suchtmittelanalysen in Österreich durch.

Tschechische Republik und Österreich verzeichnen gute Zusammenarbeit
Das zweitägige Treffen unterstreicht die bewährte und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Österreich und der Tschechischen Republik im Bereich der internationalen polizeilichen Kooperation. Der fachliche Austausch zu Präventionsansätzen verdeutlichte das gemeinsame Bestreben nach einem ganzheitlichen Zugang zur Bekämpfung von Suchtmittelkriminalität. Die systematische Analyse unterschiedlicher Präventionsmodelle kann wertvolle Anknüpfungspunkte für die Weiterentwicklung nationaler Strategien im Umgang mit Suchtmittelmissbrauch und -kriminalität liefern.

Artikel Nr: 28286 vom Dienstag, 8. Juli 2025, 11:21 Uhr
Reaktionen bitte an die Redaktion

Share Facebook
Share Twitter

Zurück

Samstag, 28. März 2026
Wien

Samstag, 11. April 2026
Wien

Donnerstag, 23. April 2026
Wien

Donnerstag, 23. April 2026
Tirol

Samstag, 18. Juli 2026
Wien

zu den Terminen