Gewaltschutz

Karner: Gemeinsam gegen die Gewalt

Am Sonntag, den 6. März 2022, fand im Innenministerium ein Treffen zum Thema Gewaltschutz statt. Hier haben sich Innenminister Karner und Bundeskriminalamt mit Frauenministerin Raab sowie Vertreterinnen und Vertretern der Wiener Interventionsstelle, des Bundesverbands der Gewaltschutzzentren und des Vereins Neustart über die aktuellen Herausforderungen und Maßnahmen ausgetauscht.

"Gewalt ist weder im öffentlichen Raum, noch in der Privatsphäre zu tolerieren. Gewaltschutz ist daher ein zentrales Element in der Arbeit der Polizistinnen und Polizisten", sagte Gerhard Karner anlässlich des Treffens zum Thema Gewaltschutz.

Bei dem Austausch berieten sich Rosa Logar (Wiener Interventionsstelle), Barbara Jauk (Bundesverband der Gewaltschutzzentren) und Christoph Koss (Verein Neustart – Beratungsstellen für Gewaltprävention) mit Innenminister Karner, Frauenministerin Raab sowie dem stellvertretenden Direktor des Bundeskriminalamtes Manuel Scherscher.

Gemeinsam wurde ein kurzer Rückblick auf das Jahr 2021 und ein Ausblick auf die geplanten Projekte sowie die Maßnahmen im laufenden Jahr gegeben. Außerdem konnte der Innenminister ein umfassendes Bild von der Präventionsarbeit der Polizei vermitteln.

Gewaltschutz im Vorjahr

"Durch die gute Zusammenarbeit in der Bundesregierung war es möglich, im vergangenen Jahr das größte Gewaltschutzpaket seit Jahrzehnten auf den Weg zu bringen. Es war gut und gleichzeitig motivierend zu hören, welche Fortschritte seit dem letzten Jahr schon erfolgt sind und ich freue mich auf die gute zukünftige Zusammenarbeit mit Bundesminister Karner und den Gewaltschutzzentren", sagte Frauenministerin Susanne Raab.

Ein zentraler Punkt des integrierten Gewaltschutzes ist die Anzahl der für Beratungen und Gespräche ausgebildeten Präventionsbeamtinnen und –beamten, die von 500 auf 800 aufgestockt wurde. Auf Gefährder-Seite ist die verpflichtende Beratung am 1. September 2021 in Kraft getreten. Zwischen 1. September 2021 und Ende Januar 2022 haben die Beratungsstellen für Gewaltprävention knapp 4.800 Personen in sechs verpflichtenden Beratungsstunden pro Kopf betreut.

Projekte und Maßnahmen im laufenden Jahr

Im Fokus des Treffens stand außerdem der neue "Stille Notruf", der seit dem 01. März 2022 in Betrieb ist. Diese Notruf-Option ermöglicht Personen in akuter Gefahr eine Verständigung der Polizei über die Notruf-App. Durch einen einfachen Knopfdruck wird die Polizei verständigt und ohne weiteren Rückruf eine Polizeistreife zur auslösenden Person entsandt. Die App ist eine zusätzliche Stütze im Gesamtkonstrukt der vielen Gewaltschutzmaßnahmen.

Ende April 2022 findet ein gemeinsames Symposium zwischen dem Frauenministerium, dem Innenministerium, dem Dachverband der Gewaltschutzzentren und weiteren Gewaltschutzeinrichtungen anlässlich des Jubiläums "25 Jahre Gewaltschutzgesetz" statt. Zusätzlich ist die Teilnahme internationaler Experten für den Vergleich des europäischen Gewaltschutzes geplant.

Das gemeinsame Gewaltschutztreffen wird zukünftig vierteljährlich stattfinden. "Die enge Vernetzung zwischen Polizei und den Gewaltschutzeinrichtungen ist ein entscheidender Faktor in der Gewaltprävention. Wir haben daher einen regelmäßigen Austausch initiiert, um aktuelle Entwicklungen zu erkennen und gemeinsam Maßnahmen abzuleiten. So können wir rasch und eng abgestimmt reagieren", betonte Gerhard Karner.

Am Sonntag, den 6. März 2022, fand im Innenministerium ein Treffen zum Thema Gewaltschutz statt.
Foto: ©  BMI/Makowecz

Artikel Nr: 19431 vom Montag, 7. März 2022, 08:01 Uhr
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