Kooperation

Besuch des LKA Baden-Württemberg im Bundeskriminalamt

Am 8. und 9. Juni 2026 empfing das Bundeskriminalamt eine Delegation des Landeskriminalamts Baden-Württemberg unter der Leitung von Präsident Andreas Stenger zu einem offiziellen Arbeitsbesuch in Wien. Im Mittelpunkt standen der fachliche Austausch, aktuelle kriminalpolizeiliche Herausforderungen und die weitere Vertiefung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

Am 9. Juni wurde die Delegation offiziell vom Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit Franz Ruf, empfangen. In den anschließenden Arbeitsgesprächen standen die enge polizeiliche Kooperation und aktuelle Kriminalitätsphänomene, die Sicherheitsbehörden europaweit vor neue Herausforderungen stellen. Gerade angesichts zunehmend vernetzter und international agierender Tätergruppierungen kommt der Zusammenarbeit zwischen Sicherheitsbehörden über Grenzen hinweg besondere Bedeutung zu.

Der Besuch begann bereits am Nachmittag des 8. Juni mit der Begrüßung der Delegation und einer fachlichen Vorstellung der Bereiche Finanzkriminalität und Geldwäschebekämpfung. Bernhard Schafrath, Büroleiter der FIU – Zentralen Geldwäschemeldestelle, sowie Stefan Bogner, Büroleiter Vermögenssicherung, gaben Einblicke in aktuelle Entwicklungen, Arbeitsweisen und Herausforderungen in diesen zentralen Ermittlungsbereichen.

Im Anschluss an die Begrüßung durch den Direktor des Bundeskriminalamtes Andreas Holzer wurden die Fachgespräche im Bundeskriminalamt fortgesetzt. In der Abteilung 3 – Ermittlungen, Organisierte und Allgemeine Kriminalität präsentierte Daniel Lichtenegger, Leiter der Abteilung 3, aktuelle Entwicklungen im Bereich der Organisierten Kriminalität. Thematisiert wurden unter anderem neue Phänomene wie COM-Netzwerke, "The COM", "764", "White Tiger" sowie Entwicklungen im Bereich Hasskriminalität.

Der Besuch unterstrich die Bedeutung einer starken und vertrauensvollen Partnerschaft zwischen dem Bundeskriminalamt und dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg. Internationale Vernetzung, direkter fachlicher Austausch und gemeinsame Strategien sind wesentliche Voraussetzungen, um modernen Kriminalitätsformen wirksam zu begegnen. Das Bundeskriminalamt sieht in der engen Kooperation mit seinen internationalen Partnerbehörden einen entscheidenden Schlüssel zur erfolgreichen Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität.

"Der persönliche fachliche Austausch ist durch nichts zu ersetzen. Er schafft Vertrauen, stärkt gemeinsame Lagebilder und bildet die Grundlage für wirksame Ermittlungsarbeit über Grenzen hinweg. Genau diese Partnerschaft wollen wir weiter vertiefen", so der Direktor des Bundeskriminalamtes abschließend.

Artikel Nr: 30383 vom Mittwoch, 10. Juni 2026, 08:13 Uhr
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