Prävention

Woche gegen Betrug: Falsche Polizisten

Noch immer wenden Betrügerinnen und Betrüger häufig den Polizistentrick an. Gefährdet sind vor allem ältere Personen. In der "Woche gegen Betrug" warnt das Bundeskriminalamt und gibt Tipps.

Beim Polizistentrick rufen unbekannte Täter in der Regel ältere Personen an und geben sich als Kriminalbeamte aus. Sie erzählen dem Opfer, dass zum Beispiel eine Einbrecherbande in der Umgebung ihr Unwesen treibe und als nächstes bei der oder dem Angerufenen einbrechen würden. Um alle Wertgegenstände in Sicherheit zu bringen, sollen sie der "Polizei" zur Verwahrung übergeben werden. Es wird ein Treffen zur Übergabe organisiert und entweder von der Anruferin oder dem Anrufer selbst beziehungsweise von einem Mittäter abgeholt.


Unterschiedliche Vorgehensweisen
Eine weitere Form des Polizistentricks ist der Kautionsbetrug. Auch hier gehen die Täter ähnlich vor, nur teilen sie dem Opfer mit, dass ein naher Angehöriger einen Unfall mit Verletzten verursacht hätte. Um zu vermeiden, dass die oder der Angehörige ins Gefängnis muss, soll das Opfer eine Kaution bezahlen. Diese wird dann von einer "Polizeibeamtin" oder einem "Polizeibeamten" abgeholt.


Wie kann ich mich schützen?
• Sollten Sie aufgefordert werden, Ihre Wertgegenstände zur Verwahrung abzugeben, sollten Sie sehr vorsichtig sein! Die Polizei bewahrt grundsätzlich keine persönlichen Wertgegenstände für Sie auf. Ebenso werden Sie zu keiner Kautionszahlung mit Abholung des Geldes aufgefordert.
• Sobald Sie merken, dass die oder der Anrufende Geld von Ihnen verlangt, brechen Sie das Gespräch ab!
• Kontaktieren Sie den vermeintlich verunfallten beziehungsweise verhafteten Verwandten! Wählen Sie dafür die eingespeicherte und bereits bekannte Nummer.
• Klären Sie Ihre Verwandten über diese Betrugsform auf!
• Legen Sie für Ihre Angehörigen auch alternative Ansprechpartnerinnen und -partner für die Kontaktaufnahme fest, falls Sie einmal nicht sofort erreichbar sind!

Was mache ich im Schadensfall?
• Notieren Sie sich die Nummer der Anruferin oder des Anrufers!
• Machen Sie sich Notizen zu den Merkmalen der Gesprächspartnerin beziehungsweise -partners, wie etwa Geschlecht, Akzent oder Stimme!
• Wenden Sie sich an die nächste Polizeidienststelle und erstatten Sie Anzeige!

Kampagne "Woche gegen Betrug"
Die Awareness-Kampagne "Woche gegen Betrug" des Bundeskriminalamtes erstreckt sich vom 7. bis 11. August 2023. In dieser Zeit wird jeden Tag ein anderes Massenbetrugsphänomen vorgestellt, um die Bürgerinnen und Bürger für die jeweiligen Betrugsmaschen zu sensibilisieren. Zusätzlich sollen Präventionstipps einen Handlungsleitfaden darstellen, der den eigenen und auch den Schutz von Angehörigen, Freunden und Verwandten erhöhen soll.

Links:

Artikel Nr: 26011 vom Dienstag, 8. August 2023, 16:30 Uhr
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