Internationales
Fahndungserfolg:Mutmaßlicher Drogendealer nach internationaler Red Notice in Montenegro festgenommen
Ein international gesuchter mutmaßlicher Drogendealer konnte nach umfangreichen Ermittlungen des Bundeskriminalamtes und einer erfolgreichen internationalen Zielfahndung in Montenegro festgenommen werden. Der 40-jährige serbische Staatsangehörige steht im Verdacht, als Mitglied einer kriminellen Vereinigung am Handel mit Kokain und Cannabiskraut beteiligt gewesen zu sein.
Ausgangspunkt des Verfahrens waren umfangreiche Ermittlungen der im Bundeskriminalamt angesiedelten AG Achilles. Im Zuge der Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht gegen den 40-jährigen serbischen Staatsangehörigen Marko M., als Mitglied einer kriminellen Vereinigung am Handel mit Kokain und Cannabiskraut beteiligt gewesen zu sein. Aufgrund der Ermittlungsergebnisse erließ die Staatsanwaltschaft Wien einen internationalen Haftbefehl wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung sowie des Suchtgifthandels.
Am 16. Juni 2026 übernahm das Büro 2.1 – Zielfahndung des Bundeskriminalamtes die weiteren Fahndungsmaßnahmen. Unmittelbar danach wurden über das internationale Netzwerk der Zielfahndungseinheiten (ENFAST – European Network of Fugitive Active Search Teams) gezielte Maßnahmen zur Feststellung des Aufenthaltsortes und zur Festnahme des Beschuldigten eingeleitet.
Zeitgleich wurde durch die NCB Interpol Wien eine internationale Red Notice veranlasst. Durch den raschen Informationsaustausch und die enge operative Zusammenarbeit innerhalb des ENFAST-Netzwerks konnte innerhalb kürzester Zeit ein möglicher Aufenthaltsort des Gesuchten in Montenegro ermittelt werden.
Die darauf folgenden internationalen Fahndungsmaßnahmen führten zur Lokalisierung des Beschuldigten im Raum Petrovac. Bereits am Nachmittag des 17. Juni 2026 konnte der Gesuchte von den montenegrinischen Behörden festgenommen werden.
Enge Zusammenarbeit führt zum Erfolg
Der Fahndungserfolg ist das Ergebnis der engen Zusammenarbeit zwischen den Ermittlerinnen und Ermittlern der AG Achilles, den Spezialistinnen und Spezialisten des Büros 2.1 – Zielfahndung des Bundeskriminalamtes sowie den internationalen Partnerdienststellen. Insbesondere die bewährte Kooperation innerhalb des ENFAST-Netzwerks ermöglichte die rasche Lokalisierung und Festnahme des Beschuldigten.
Das Bundeskriminalamt misst der internationalen Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität und des grenzüberschreitenden Suchtgifthandels besondere Bedeutung bei. Der aktuelle Fahndungserfolg zeigt einmal mehr, wie wichtig ein schneller Informationsaustausch und eine enge Vernetzung der Strafverfolgungsbehörden über Staatsgrenzen hinweg sind.
"Internationale Polizeikooperation ist heute einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren in der Kriminalitätsbekämpfung. Die rasche Festnahme des Beschuldigten zeigt eindrucksvoll, welchen Mehrwert etablierte Netzwerke wie ENFAST für die Sicherheit in Europa leisten", betont Andreas Holzer, Direktor des Bundeskriminalamtes.
Die weiteren Schritte hinsichtlich der Auslieferung des Beschuldigten nach Österreich erfolgen nun in Abstimmung zwischen den zuständigen Justiz- und Polizeibehörden Österreichs und Montenegros.