Jugendprogramme der Polizei
Jugend stärken
Logo von „UNDER18“ © BK
In Österreich bietet das Bundesministerium für Inneres mit dem Präventionsprogramm „UNDER18“ österreichweit ein universelles, umfassendes, primärpräventives und entwicklungsorientiertes Jugend-Kriminalpräventionsprogramm an.
Die Kriminalprävention mit der Zielgruppe Jugendliche entwickelt sich laufend weiter – und so auch UNDER18. Die Themenbereiche Gewalt- und Suchtdeliktsprävention sind im Gesamtkonzept „UNDER18“ zusammengefasst das, sich wiederum in 3 Unterprogramme unterteilt: „All Right – Alles was Recht ist!“, „Click & Check“ und „Look@your.Life“.
Ein paar Fakten zu UNDER18:
- Die Erstellung der Schulungsprogramme erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Vertreterinnen und Vertretern der Schulpsychologie des Bundesministeriums für Bildung.
- Die Umsetzung der Programme erfolge durch Präventionsbedienstete. Das sind Polizistinnen und Polizisten, die sich freiwillig speziell für die Präventionstätigkeit weiterbilden und die Programme ergänzend zum regulären Polizeidienst umsetzen.
- Die Ausbildung der Präventionsbediensteten erfolgt österreichweit einheitlich und beinhaltet wesentliche Eckpfeiler der Entwicklungspsychologie, Gewalt- und Suchtentstehung, Methodik, Didaktik und Kommunikation.
- Die Programme werden im Mehr-Ebenen-Ansatz angeboten. Das bedeutet, dass sowohl die Pädagoginnen und Pädagogen, die Erziehungsberechtigten als auch die Schülerinnen und Schüler aktiv in die Programme eingebunden sind.
- Die Programme setzen auf eine starke Interaktion mit den Jugendlichen, um möglichst viele Sinne anzusprechen und somit nachhaltig zu wirken.
- Je nach Programm umfasst die Umsetzung mehrere Unterrichtseinheiten, die über ein Schuljahr verteilt durchgeführt werden. Dadurch kann eine nachhaltige Wirkung bei allen Beteiligten, insbesondere bei den Jugendlichen, erreicht werden.
- Sämtliche Programme sind für die Altersklassen von 13 bis 17 Jahren vorgesehen. Darüber hinaus können im Gewaltpräventionsprogramm „Click & Check“ Methodiken für die Altersklasse von 10 bis 12 Jahren angeboten werden.
Alle Programme werden österreichweit einheitlich angeboten.
All Right – Alles was Recht ist!
Logo des Präventionsprogrammes „All Right – Alles was Recht ist!“
aus dem Gesamtkonzept „UNDER18“ © BK
Das Gewaltpräventionsprogramm „ All Right - Alles was Recht ist!“ befasst sich mit der präventiven Rechtsinformation, im speziellen mit dem Verwaltungs-, Straf- und Zivilrecht, da Jugendliche in ihren unterschiedlichsten Lebenswelten mit verschiedenen gesetzlichen Bestimmungen konfrontiert werden. Dabei steht ein straffreies Heranwachsen der Jugendlichen im Vordergrund. Darüber hinaus wird ein besonderes Augenmerk auf die Förderung des Bewusstseins für zivilcouragiertes Verhalten und die Erarbeitung von Handlungsstrategien in Bezug auf eine gewaltfreie Konfliktlösung gelegt.
Über „All Right – Alles was Recht ist!“
In diesem Schulprogramm werden Pädagoginnen und Pädagogen beziehungsweise Erziehungsberechtigte eingeladen, die Themenbereiche in der Schule und zu Hause gemeinsam mit den Jugendlichen zu diskutieren und aufzuarbeiten.
Ziele:
- Förderung des Rechtsbewusstseins
- Erarbeiten von Handlungsstrategien für ein positives Miteinander
- Förderung des Bewusstseins für zivilcouragiertes Verhalten
- Stärkung der Lebenskompetenzen durch die Zusammenarbeit im Klassengefüge, Auseinandersetzen mit schwierigen Situationen und die interaktive Durchführung von Übungen
- Erweiterung von alternativen Verhaltensmustern und Konfliktlösungsmöglichkeiten
- Verbesserung der Kommunikationsfähigkeiten in der Interaktion zwischen Schülerinnen und Schülern, Lehrenden und Erziehungsberechtigten
Inhalte
Basisinformation
- Persönliche Auseinandersetzung mit dem österreichischen Rechtssystem
- Verstehen von Begriffen in Verbindung mit gesetzlichen Bestimmungen
Jugendschutzbestimmungen
- Erkennen von Unterschieden aus den verschiedenen Rechtsmaterien
- Übertragen der gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere des Jugendschutzgesetzes, in die Lebenswelten der Jugendlichen
Strafrecht
- Erlernen von Unterschieden zwischen den verschiedenen Rechtsmaterien
- Schaffen von Bewusstsein für strafrechtliche Delikte
Gewaltbegriff
- Vermittlung der verschiedenen Formen von Gewalt
- Erlernen von Handlungsstrategien zur Vermeidung von Gewalt
Zivilcourage
- Sensibilisierung für Gewalt- und Konfliktsituationen
- Erweitern von Handlungsoptionen im Kontext der Zivilcourage
Konfliktkultur
- Stärkung sozialer Kompetenzen wie Empathie, Perspektivenübernahme, Reflexionsfähigkeit, Grenzen setzen
- Förderung von kognitiver Kreativität im Umgang mit Konflikten
Information für Lehrpersonal und Elternabend
- Vermittlung von relevanter Sach- und Rechtsinformation
- Stärkung des Bewusstseins über die Bedeutung der Vorbildwirkung
Mehr Informationen: Folder "All Right - Alles was Recht ist!" ( 188,4 KB)
Sollten Sie Interesse an dem Präventionsprogramm haben, wenden Sie sich an die zuständige Kriminalprävention im Landeskriminalamt.
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Click & Check
Logo des Präventionsprogrammes „Click & Check“
aus dem Gesamtkonzept „UNDER18“ © BK
Das Gewaltpräventionsprogramm „Click & Check“ befasst sich mit der Förderung eines verantwortungsvollen Umganges mit digitalen Medien. Darüber hinaus wird ein besonderes Augenmerk auf die präventive Rechtsinformation im Speziellen mit den Jugendschutzbestimmungen gelegt, da Jugendliche in ihren unterschiedlichsten Lebenswelten mit verschiedenen gesetzlichen Bestimmungen konfrontiert werden.
Über „Click & Check“
In diesem Schulprogramm werden Pädagogen bzw. die Erziehungsberechtigten eingeladen, die Themenbereiche in der Schule und zu Hause gemeinsam mit den Jugendlichen zu diskutieren und aufzuarbeiten.
Zielgruppe:
- Jugendliche im Alter von 10 bis 12 Jahren beziehungsweise 13 bis 17 Jahren
Ziele:
- Förderung des Rechtsbewusstseins
- Erarbeitung von Handlungsstrategien für ein positives Miteinander
- Vermittlung von Sachinformation über die Gefahren im Internet
- Förderung des verantwortungsvollen Umganges mit digitalen Medien
- Erweiterung und Verinnerlichung von Handlungsstrategien in sozialen Netzwerken
- Verbesserung der Kommunikationsfähigkeiten in der Interaktion zwischen Schülerinnen und Schülern, Lehrenden und Erziehungsberechtigten
Programminhalte
Basisinformation
- Persönliche Auseinandersetzung mit dem österreichischen Rechtssystem
- Verstehen von Begriffen in Verbindung mit gesetzlichen Bestimmungen
Jugendschutzbestimmungen
- Erkennen von Unterschieden aus den verschiedenen Rechtsmaterien
- Übertragen der gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere des Jugend(schutz)gesetzes, in die Lebenswelten der Jugendlichen
Kompetenter Umgang mit digitalen Medien
- Auseinandersetzen mit dem eigenen Verhalten in sozialen Netzwerken
- Bewusstwerden über die Bedeutung der Privatsphäre im Internet
Möglichkeiten und Gefahren
- Erkennen und Einschätzen neuer Möglichkeiten und Perspektiven
- Erweitern von Handlungsoptionen im Kontext der Zivilcourage
Sensibilisieren und Verhindern
- Bewusstwerden und Verinnerlichen von Handlungsstrategien beim Verwenden von digitalen Medien
- Erweitern der Kommunikationsfähigkeit
Information für Lehrpersonal und Elternabend
- Vermittlung von relevanter Sach- und Rechtsinformation
- Stärkung des Bewusstseins über die Bedeutung der Vorbildwirkung
Mehr Informationen: Folder "Click & Check" ( 186,3 KB)
Sollten Sie Interesse an dem Präventionsprogramm haben, wenden Sie sich an die zuständige Kriminalprävention im Landeskriminalamt.
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Look@your.Life
Logo des Präventionsprogrammes „Look@your.Life“
aus dem Gesamtkonzept „UNDER18“ © BK
Das Suchtdeliquenzpräventionsprogramm „Look@your.Life“ setzt sich sensibel mit der Lebenswelt von Jugendlichen ab der 7.Schulstufe auseinander. Ziel ist es, Jugendliche bei den verschiedenen Herausforderungen, die das Miteinander sowie die Konsum- und Medienwelt an sie stellen, zu unterstützen und tiefergehende Maßnahmen anzuregen.
Über Look@your.life
In diesem Schulprogramm werden Pädagoginnen und Pädagogen bzw. die Erziehungsberechtigten eingeladen, die Themenbereiche in der Schule und zu Hause gemeinsam mit den Jugendlichen zu diskutieren und aufzuarbeiten.
Zielgruppe:
- Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren
Ziele:
- Prävention von strafbaren Handlungen in Zusammenhang mit Suchtmittelkonsum, um ein Heranwachsen ohne rechtliche Probleme zu fördern und einen risikoärmeren Konsum schädigender Substanzen positiv zu beeinflussen
- Erweiterung und Verinnerlichung von alternativen Verhaltensmustern und Konfliktlösungsmöglichkeiten
- Förderung des Rechtsbewusstseins durch Vermittlung von Sach- und Rechtsinformationen zu den Programminhalten
- Verbesserung der Kommunikation und Interaktion zwischen Schülerinnen und Schülern, Lehrenden und Erziehungsberechtigten
Programminhalte
Look@your.Class
- Persönliche Auseinandersetzung mit dem Klassenklima
- Erkennen von Konflikten und deren Auswirkungen
- Erarbeiten und Erlernen von Handlungsmöglichkeiten zur Verbesserung des Klassenklimas
Look@your.Web
- Förderung einer reflektierten Mediennutzung
- Aufzeigen von Handlungsmöglichkeiten zum kontrollierten Umgang mit Smartphones
Look@your.Party
- Vermittlung der Rechtsinformation hinsichtlich legaler und illegaler Substanzen
- Kennenlernen verschiedener Problemlösungsstrategien
- Erarbeiten von Alternativen zum Alkoholkonsum und Aufklärung diverser Mythen rund um das Thema Alkohol
- Ausbau der Wahrnehmung von Selbst- und Fremdverantwortung
Look@your.Timeout
- Reflexion über das eigene Freizeitverhalten
- Erweiterung des gesunden Gestaltungsspielraumes in der Freizeit
Look@your.School&Family
- Vermittlung von relevanten Sach- und Rechtsinformationen
- Reflexion des eigenen Konsumverhaltens
- Stärkung des Bewusstseins über die Bedeutung der Vorbildwirkung
Mehr Informationen: Folder "Look@yourlife" ( 126,6 KB)
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Radikalisierungs- und Extremismusprävention im Staatsschutz
Extremismus und Terrorismus stellen unseren demokratischen Staat und unsere freie und pluralistische Gesellschaft vor große Herausforderungen.
Extremistische Gruppierungen zielen darauf ab, die Gesellschaft in ihren Grundwerten zu erschüttern und soziale Spannungen herbeizuführen.
Daher ist es wichtig, rechtzeitig präventive und gesamtgesellschaftliche Maßnahmen zu ergreifen und gemeinsam Extremismus keine Chance in unserer Gesellschaft zu geben.
Bewusstseinsbildende und vertrauensaufbauende Kommunikation mit allen Teilen der Bevölkerung ist in der Extremismusbekämpfung von zentraler Bedeutung. Mit dem Radikalisierungs- und Extremismuspräventionsprogramm „RE#work“ können österreichweit Jugendliche in der Altersgruppe von 13 bis 17 Jahren erreicht werden.
Darüber hinaus werden auch alle anderen im System Schule handelnden Personen und die Erziehungsberechtigten miteinbezogen.
Durch die Zusammenarbeit, die Auseinandersetzung mit schwierigen Situationen, die interaktive Durchführung, die Reflexion von Programminhalten und durch den angestrebten Transfer der gelernten und erfahrenen Inhalte wird eine Lebenskompetenzförderung angestrebt.
Nähere Informationen zum Radikalisierungs- und Extremismuspräventionsprogramm „RE#work“ finden Sie unter www.staatsschutzpraevention.gv.at ..
Sollten Sie Interesse an dem Präventionsprogramm haben, wenden Sie sich an die zuständige Kriminalprävention im Landeskriminalamt.
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Letzte Aktualisierung: 26. September 2025