Häusliche Gewalt
Hilfe bei häuslicher Gewalt (Gewalt in der Privatsphäre)
Gewalt passiert meist dort, wo man sich sicher und geborgen fühlen sollte – in den eigenen vier Wänden. Die Statistik belegt: Opfer von häuslicher Gewalt (Gewalt in der Privatsphäre) sind in den meisten Fällen Frauen, Kinder und ältere Menschen. Gewalt wird nicht nur körperlich, sondern oft auch in subtileren Formen psychisch ausgeübt.
Meist handelt es sich nicht um ein einzelnes Vorkommnis. Oft steht eine langwierige Entstehungsgeschichte hinter dem Vorfall, eine Gewaltspirale, die sich über längere Zeit aufbaut. Eine Gefährderin (Täterin) oder ein Gefährder (Täter) hat sozusagen oft eine „Gewaltkarriere“ hinter sich, somit auch kognitive Verhaltensweisen und Muster, welche lange Zeit erlernt und gelebt worden sind. Diese Verhaltensweisen und Strategien sind meist nicht ohne Unterstützung zu stoppen. Hier braucht es adäquate Hilfe von außen durch professionelle Beratung und Betreuung in Hilfseinrichtungen und Beratungsstellen. Entscheidend ist, dass es keine Rechtfertigung für Gewalt gibt, und ein sofortiges Handeln weiteres Leiden unterbinden kann. Es gibt ein breites Angebot an Hilfs- und Beratungseinrichtungen, in denen auch kostenlos und anonym beraten wird. Im Notfall jedoch immer die Polizei unter 133 rufen! Dies gilt für gefährdete Menschen ebenso wie für Zeugen und Personen, die Kontakt zu gewaltbetroffenen Personen haben!
Film „Trautes Heim – Ein ganz normaler Tag“
„Trautes Heim“ ist ein Schulungsfilm, der vom KURATORIUM SICHERES ÖSTERREICH Landesklub Tirol für die Polizei und NGOs produziert wurde. Er zeigt, wie vielfältig Gewalt in der Privatsphäre sein und inwieweit sich diese aufschaukeln kann.
Folder zum Film ( 1,6 MB)
Letzte Aktualisierung: 2. Februar 2026