Falsche Behördennachricht (Authority Scam)
Kriminelle versenden immer wieder gefälschte E-Mails im Namen von Behörden oder anderen vertrauenswürdigen Institutionen. Ziel dieser Betrugsmasche – auch Authority Scam genannt – ist es, Menschen einzuschüchtern und sie zur Preisgabe persönlicher Daten oder zu Geldzahlungen zu bewegen.
Was ist das genau?
Die Täter geben sich beispielsweise als Polizei, Finanzamt, Gericht, Europol oder Bankenaufsichtsbehörde aus. Die E-Mails wirken auf den ersten Blick seriös: Sie enthalten häufig offizielle Logos, vermeintlich echte Absenderdaten, juristische Formulierungen oder die Namen hochrangiger Behördenvertreter. Um Druck aufzubauen, behaupten die Betrüger unter anderem, gegen die Empfängerin oder den Empfänger werde ein Strafverfahren geführt im Zusammenhang mit kinderpornografischem oder erotischem Charakter mit strafbarem Inhalt festgestellt worden. Die Täter fordern schriftliche Stellungnahme per E-Mail und schriftliche Stellungnahme per E-Mail und Bekanntgabe persönlicher oder vertraulicher Daten. In anderen Fällen werden angebliche Steuerschulden, Geldstrafen oder Gebühren eingefordert. Die Nachrichten enthalten meist eine kurze Frist zur Reaktion und drohen mit schwerwiegenden Konsequenzen wie einer Hausdurchsuchung, Festnahme oder der Eintragung in ein Strafregister. Ziel ist es, die Betroffenen zu verunsichern und zu unüberlegten Handlungen zu bewegen.
Die erhobenen Vorwürfe sind frei erfunden. Behörden kündigen Hausdurchsuchungen oder Festnahmen niemals per E-Mail an. Ebenso werden sensible Daten oder Zahlungen nicht über ungesicherte Kommunikationswege oder Kryptowährungen verlangt.
Typische Merkmale sind:
- unpersönliche Anrede
- ungewöhnliche oder nicht offizielle E-Mail-Adresse
- angeblicher Absender ist eine hochrangige Person einer Behörde
- allgemeine oder ungenaue Beschreibung des angeblichen Vorwurfs
- schwerwiegende Anschuldigungen (z. B. Besitz kinderpornografischer Inhalte oder Sexualdelikte)
- massive Drohungen wie Festnahme, Hausdurchsuchung oder Strafverfolgung
- Aufforderung, innerhalb kurzer Zeit zu reagieren oder Geld zu bezahlen
Wie können Sie sich schützen?
- Antworten Sie nicht und nehmen Sie keinen Kontakt über die angegebene E-Mail-Adresse auf.
- Öffnen Sie keine Anhänge und klicken Sie auf keine Links.
- Geben Sie keine persönlichen Daten oder Zugangsdaten bekannt.
- Überprüfen Sie im Zweifel die Echtheit der Nachricht direkt bei der angeblich absendenden Behörde über deren offizielle Kontaktmöglichkeiten.
Was, wenn es mal passiert ist?
- Löschen Sie die E-Mail oder verschieben Sie sie in den Spam-Ordner.
- Falls bereits bezahlt wurde, kontaktieren Sie umgehend Ihren Zahlungsdienstleis-ter.
- Sichern Sie Beweise und fertigen Sie Screenshots an (E-Mail, Screenshots, Zah-lungsdaten).
- Erstatten Sie Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle und stellen Sie gesicherte Beweise zur Verfügung.
Weiterführende Links
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Letzte Aktualisierung: 18. August 2026