Social Media

Was ist Social Media?

Social Media bezeichnet digitale Plattformen und Anwendungen, auf denen Menschen Inhalte erstellen, teilen und miteinander interagieren können. Es geht dabei nicht nur um Kommunikation, sondern auch um Vernetzung, Unterhaltung, Informationsaustausch und Selbstdarstellung.

Typische Merkmale von Social Media sind:

  • Nutzerbeteiligung: Inhalte werden nicht nur konsumiert, sondern von den Nutzerinnen und Nutzern selbst erstellt (z. B. Posts, Fotos, Videos).
  • Interaktion: Nutzerinnen und Nutzer können Inhalte liken, kommentieren, teilen oder direkt miteinander kommunizieren.
  • Vernetzung: Man kann Kontakte pflegen, neue Menschen kennenlernen oder Communities zu bestimmten Themen finden.
  • Schnelligkeit & Reichweite: Inhalte können sich sehr schnell verbreiten („viral gehen“).

Bekannte Beispiele für Social-Media-Plattformen sind:

  • Facebook, Instagram, TikTok (Fotos, Videos, Stories teilen)
  • X/Twitter (kurze Texte und aktuelle News)
  • LinkedIn, Xing (berufliche Netzwerke)
  • YouTube, Twitch (Video- und Livestream-Plattformen)

Tipps für soziale Netzwerke

Bei den Themen Internet, sozialen Netzwerken und Nachrichtendiensten kennen sich Jugendliche häufig besser aus als ihre Eltern. Das heißt aber nicht, dass sie in diesen Medien auch sicher unterwegs sind und immer wissen, wie sie sich verhalten sollen.

Worauf Jugendliche und Eltern achten sollten

Für Jugendliche und ihr soziales Leben sind Internet und Netzwerkplattformen unentbehrlich geworden. Fast jeder in Österreich nutzt in irgendeiner Form das Internet. Einerseits, um Informationen zu erhalten oder anderseits, um Kontakte zu pflegen. Der Umgang mit diesen Medien erfolgt leider immer noch viel zu sorglos. Private Daten, wie z.B. Telefonnummern, Wohnadressen, werden in Profilen gespeichert und machen es damit den Tätern leicht, potenzielle Opfer für diverse Straftaten zu finden. Durch die Angabe dieser Informationen setzen sich die Kinder und Jugendlichen aber auch der Gefahr aus, leichte Beute für Online-Belästigungen, Cyber-Mobbing oder Grooming zu werden. Verbieten Sie nicht die Verwendung dieser Medien, sondern zeigen Sie Interesse für den Umgang mit diesen. Wie in vielen anderen Bereichen ist Information und Aufklärung ein hervorragendes Mittel, um den Gefahren im Internet aus dem Weg zu gehen.

Sind soziale Netzwerke „sicher“?

Wie sicher sind soziale Netzwerke und sollte ich meinem Kind TikTok erlauben? Diese oder ähnliche Fragen werden häufig von Eltern gestellt. Leider gibt es auf diese Frage keine einfache Antwort. Ob ein Kind für soziale Netzwerke "bereit" ist, hängt von seinem Grad der Reife ab und davon, wie die Eltern ihre Kinder auf die Welt der sozialen Netzwerke vorbereitet haben. Die meisten sozialen Netzwerke sind erst für Kinder ab 13 Jahre erlaubt. Was nicht bedeutet, dass es nicht schon davor genutzt wird. Denn viele Jugendliche besuchen die sozialen Netzwerke ihrer älteren Freunde oder Geschwister oder geben ein falsches Alter an, um dabei zu sein. Wichtig ist, die Kinder über soziale Netzwerke zu informieren und sie darauf vorzubereiten.

Tipps und Empfehlungen für Kinder und Jugendliche
  • Schütze deine Privatsphäre: Achte darauf, welche Informationen Du über Dich ins Internet stellst. Poste keine Bilder oder Texte, die später einmal gegen Dich verwendet werden könnten. Veröffentliche keine persönlichen Daten wie Namen, Adresse, Handynummer, Passwörter etc. Verwende die Einstellungen zur „Privatsphäre“, damit Fremde nichts über Dich erfahren können.
  • Erotische Bilder – Sexting: Durch das Veröffentlichen oder Versenden von erotischen Fotos setzt Du Dich der Gefahr für Mobbing, Erpressung und gar von sexuellem Missbrauch aus! Überlege gut, welche Bilder Du von Dir veröffentlichst.
  • Sei misstrauisch: Viele Behauptungen, die auf sozialen Plattformen gepostet werden, sind nicht wahr. Oft ist nicht klar, woher die Infos stammen. Du weißt nie, ob jemand wirklich der ist, für den er sich ausgibt.
  • Urheberrechte beachten: Das Anbieten und Weiterverwenden (z.B. in Blogs, Profilen) von Musik, Videos, Bildern und Software ist, ohne Einwilligung der Urheber/innen, verboten. Mehrere Tausend Euro Strafe können die Folge sein. Eine Ausnahme sind Werke, die unter einer Creative Commens-Lizenz stehen. Wenn Du Textteile anderer Autor/innen verwendest, führe immer eine Quellenangabe an.
  • Das Recht am eigenen Bild: Es ist nicht erlaubt, Fotos oder Videos, die andere zu ihrem Nachteil darstellen, zu veröffentlichen. Frag zur Sicherheit die betroffenen Personen vorher, ob sie mit der Veröffentlichung einverstanden sind.
  • Vorsicht bei Gratisangeboten: Kostenlos ist selten etwas. Sei besonders misstrauisch, wenn Du Dich mit Namen und Adresse registrieren musst.
  • Hol dir Rat bei Erwachsenen: Wenn Dir etwas merkwürdig vorkommt, dann sprich darüber mit Erwachsenen, denen du vertraust. Auf merkwürdige oder bedrohliche Nachrichten nicht antworten.
Tipps und Empfehlungen für Eltern
  • Sicherheitsregeln vermitteln: Kinder und Jugendliche sollen darauf vorbereitet werden, dass der Gesprächspartner im Internet oft nicht der ist, für den er sich ausgibt. Sie sollen daher auch niemanden als Freund akzeptieren, den sie in der realen Welt nicht kennen. Auch persönliche Informationen, wie Anschrift, Telefonnummer oder Urlaubspläne sollten nicht an solche Personen weitergegeben werden. Kenn- oder Passwörter in Netzwerken sollten überhaupt niemals weitergegeben werden, auch nicht an Freunde.
  • Sexting – das Veröffentlichen von erotischen Fotos: Immer wieder werden Jugendliche durch das Veröffentlichen von erotischen Fotos bzw. das Versenden über Nachrichtendiensten, Opfer von sexuellem Missbrauch, Mobbing oder Erpressung. Erklären Sie ihren Kindern, dass das Veröffentlichen von Fotos negative Auswirkungen auf das weitere Leben haben kann.
  • Wissen, was ihr Kind tut: Eltern sollten die sozialen Netzwerke und Chat-Räume, in denen sich Kinder und Jugendliche bewegen, kennen. Zeigen Sie Interesse an ihren Chat-Aktivitäten, daran was Sie fasziniert und mit wem Sie sich unterhalten. Nehmen Sie sich Zeit und lassen Sie sich die Medien Ihrer Kinder von ihnen erklären.
  • Vereinbarungen treffen: Online in einem Profil auf einem sozialen Netzwerk zu sein, ist eine Form von Medienkonsum. Eltern sollten mit ihren Kindern altersgemäße Vereinbarungen treffen, wie lange sie wo und mit wem chatten dürfen. Die Zeit in Netzwerken darf Freundschaften im realen Leben nicht verdrängen oder ersetzen.
  • Anlaufstelle bieten: Kinder sollten jederzeit zu ihren Eltern, Freunden oder Bekannten kommen können, wenn sie Fragen haben oder online etwas passiert, das ihnen ein ungutes Gefühl gibt. Durch Ihr Interesse an diesen Aktivitäten erhalten Sie das Vertrauen, Ansprechpartner für derartige Fragen zu werden.
  • Werden Sie selbst Mitglied im Netzwerk: Selbst, wenn Sie soziale Netzwerke nicht als soziales Medium nutzen möchten, sollten Sie sich registrieren und ein "Freund" Ihres Kindes werden. Dann müssen Sie sich nicht in deren Profil einloggen, um zu sehen, was es veröffentlicht. Ihr Kind möchte nicht, dass Sie in seiner Freundesliste erscheinen? Schlagen Sie ihm vor, dass Sie sich eine Identität zulegen, aus der nicht sofort hervorgeht, dass Sie ein Elternteil sind. Auf diese Weise weiß Ihr Kind, dass Sie da sind – seine Freunde müssen dies jedoch nicht unbedingt erfahren. Außerdem zeigt es Ihrem Kind, dass die angeführte Identität nicht immer richtig sein muss.
  • Soziale Netzwerke sollten nicht verteufelt werden. Es kann Ihrem Kind sogar helfen, Freundschaften zu pflegen, mit Verwandten in Kontakt zu bleiben und das, was ihm wichtig ist, mit Freunden und Familienmitgliedern zu teilen. Die Aufgabe der Eltern ist es, dafür zu sorgen, dass es diese sozialen Netzwerke sicher nutzen kann.
  • Ein Tipp zu WhatsApp: Der Messengerdienst WhatsApp ist grundsätzlich erst ab dem 16. Lebensjahr freigegeben. In der EU allerdings, je nach Rechtslage im Land und mit Erlaubnis der Eltern, bereits ab dem 13. Lebensjahr.

Was, wenn es mal passiert ist?

  • Beweise sichern: Machen sie Screenshots, speichern sie betroffene Nachrichten oder Kommentare. Notieren sie Zeit, Datum und Plattform.
  • Inhalte melden/blockieren: Nutzen sie die Melde- oder Blockierfunktionen der jeweiligen Plattform. Falls nötig, kontaktieren Sie den Plattform-Support.
  • Unterstützung suchen: Sprich mit Eltern/Erziehungsberechtigten, Lehrer:innen, Schulsozialarbeit, oder Beratungsstellen. In Krisenfällen wende dich an eine Vertrauensperson oder Notrufstellen.
  • Rechtliche Optionen prüfen: Je nach Land können verschiedene Sachverhalte strafbar sein oder auch nicht. (z. B. Belästigung, Beleidigung, Bedrohung, Veröffentlichung privater Inhalte).
  • Unterstützung am Arbeitsplatz/Schule: Informiere deine Schule oder Arbeitgeber, damit sie Maßnahmen zum Schutz und zur Aufklärung ergreifen können (Klassenraum, Richtlinien, Mediation).
  • Ist nicht klar, ob es sich um einen strafbaren Tatbestand handelt, kann das bei der nächsten Polizeiinspektion abgeklärt werden.

Weiterführende Links


Letzte Aktualisierung: 26. September 2025