Cybermobbing

Was ist das genau?

Cybermobbing und Cyberbullying werden synonym verwendet, wobei in der Wissenschaft vornehmlich Bullying die gebräuchlichere Bezeichnung für Mobbing in der Schule ist. Im deutschen Sprachraum wird aber hauptsächlich der Begriff Mobbing verwendet.

Mobbing besteht dabei aus drei typischen Elementen: 

  • Schädigendes Verhalten: Körperlich und/oder seelisch verletzendes Verhalten (läuft offen und/oder verdeckt ab).
  • Machtungleichgewicht: Jemand hat Macht über jemand anderes, die oder der dieser negativen Beziehung fast nicht entkommen kann. 
  • Wiederholung über einen längeren Zeitraum: Ein wiederholter, über längeren Zeitraum andauernder Machtmissbrauch in Beziehungen.

Um von Cybermobbing zu sprechen, kommt als viertes Element die Verwendung von elektronischen Hilfsmitteln (als beispielsweise das Handy) hinzu. Nach Saferinternet (2015a) wird mit dem Begriff Cybermobbing das anhaltende Beleidigen, Bedrohen, Bloßstellen, Belästigen oder das Ausgrenzen mithilfe von digitalen Medien bezeichnet. Cybermobbing unterscheidet sich in mehreren Aspekten vom traditionellen Mobbing. Für Opfer ist es unter anderem viel schwieriger, sich zu entziehen. Zudem kann ein potenziell großes Publikum erreicht werden. Die Mobber sind "unsichtbar" und damit anonym, so können sie die Gemobbten und deren Reaktionen nicht unmittelbar nach der Tat wahrnehmen. Weder für den Mobber noch für die gemobbte Person macht die Unterscheidung der Phänomene Cybermobbing vs. Mobbing einen großen Unterschied. Sie kommen meist gleichzeitig in der realen und online-Welt gemeinsam vor.

„Cybermobbing“ ist im österreichischen Strafgesetzbuch, § 107 c „Fortdauernde Belästigung im Wege einer Telekommunikation oder eines Computersystems“ verankert.

Wie kann ich mich schützen?

  • Privatsphäre erhöhen: Prüfe und ändere deine Privatsphäre-Einstellungen, reduziere, wer deine Inhalte sehen kann, und teile keine sensiblen Informationen.
  • Kommunikation stilvoll stoppen: Antworte nicht mit Provokationen oder weiteren Konflikten. Häufig ist es am besten, dem Täter nichts „Nützliches“ zu liefern.
  • Selbstfürsorge: Reduziere Stress durch Pausen von Social Media, sprich mit Freundinnen und Freunden, treibe Sport, achte auf Schlaf und Ernährung.

Was, wenn es mal passiert ist?

  • Sprich mit vertrauten Personen darüber.
  • Beweise sichern: Mache Screenshots, speichere betroffene Nachrichten oder Kommentare. Notiere Zeit, Datum und Plattform.
  • Inhalte melden/blockieren: Nutze die Melde- oder Blockier-Funktionen der jeweiligen Plattform. Falls nötig, kontaktiere den Plattform-Support.
  • Unterstützung suchen: Sprich mit Eltern/Erziehungsberechtigten, Lehrpersonen, Schulsozialarbeit, oder Beratungsstellen. In Krisenfällen wende dich an eine Vertrauensperson oder Notrufstellen.
  • Unterstützung am Arbeitsplatz/Schule: Informiere deine Schule oder Arbeitgeber, damit sie Maßnahmen zum Schutz und zur Aufklärung ergreifen können (Klassenraum, Richtlinien, Mediation).
  • Rechtliche Optionen prüfen: Je nach Land kann Cybermobbing strafbar sein.  Auch in Österreich ist Cybermobbing unter gewissen Voraussetzungen strafbar. Im Zweifel kann dir die nächste Polizeiinspektion weiterhelfen.
  • Gewalt oder Drohungen mit Gewalt sind jedenfalls strafbar. Erstatte Anzeige bei der Polizei.

Weiterführende Links und Hinweise


Letzte Aktualisierung: 26. September 2025