Sicher zu Hause

Herr Alfons O.* kommt nach Hause und merkt, dass bei ihm eingebrochen wurde. Er war bestimmt nicht länger als eine Stunde außer Haus. Der Sachschaden ist gering und wird von der Versicherung gedeckt. Der Kriminalpolizeibeamte teilt Herrn O.* mit, dass der Täter sein Haus gezielt ausgewählt hat. Einbrecherinnen und Einbrecher wählen meist den Weg mit geringstem Widerstand, wenn sie in ein Haus oder in eine Wohnung wollen. Dabei möchten sie natürlich nicht erwischt werden. Sie versichern sich, dass niemand zu Hause ist und suchen schlecht geschützte Fenster oder Türen für den Einstieg.

So schützen Sie sich vor Einbrecherinnen und Einbrechern

Dass Einbrecher nur nachts, bei längerer Abwesenheit der Bewohnerinnen und Bewohner zuschlagen, ist ein leider weit verbreiteter Irrtum.

Einbrüche passieren gerade dann, wenn wahrscheinlich niemand zu Hause ist, und zwar untertags! Ein Einbruch in eine schlecht gesicherte Wohnung oder ein Haus dauert nur wenige Sekunden und passiert auch dort, wo es wenig zu holen gibt – die Täter wissen es vorher nicht.

Die technische Absicherung

Es schadet jedenfalls nicht, etwas in die Sicherheit der Wohnung oder des Hauses zu investieren. 

Sicherheitstüren und einbruchshemmende Fenster sollten Ö-Norm geprüft sein und von einem Fachmann eingebaut werden. Weitere mechanische Widerstandsmaßnahmen wie Rollbalken und Fenstergitter können eine Ergänzung sein.

Auch Alarmanlagen müssen zertifiziert und fachgerecht eingebaut sein. Diese können – wie auch Videoüberwachungssysteme – eine sinnvolle Ergänzung zum mechanischen Einbruchschutz sein.

Lassen Sie sich von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten der Kriminalprävention beraten. Unsere Kolleginnen und Kollegen kommen gerne zu Ihnen nach Hause und beraten Sie kostenlos, individuell und fachgerecht. Erkundigen Sie sich bei einer beliebigen Polizeiinspektion oder unter der Nummer 059 133.

Das richtige Verhalten

  • Wenn Sie nicht zu Hause sind, erwecken Sie den Eindruck, als wären Sie es doch, etwa mit Zeitschaltuhren, die Sie mit unregelmäßigen Intervallen einstellen und diese immer wieder ändern. Besonders in der kalten Jahreszeit, wenn es früh dunkel wird, ist diese Maßnahme sehr wichtig.
  • Wenn Sie länger nicht zu Hause sind, bitten Sie Freunde, Verwandte oder Nachbarn Ihren Postkasten zu leeren. 
  • Bitten Sie Nachbarn regelmäßig nachzusehen, ob Türen und Fenster unbeschädigt sind. 
  • Erwähnen Sie niemals Ihre Abwesenheit am Anrufbeantworter, auf der Handymailbox, in einer automatischen E-Mail oder Ähnlichem!
  • Sprechen Sie nicht mit hausfremden Personen wie Putzpersonal, Handwerkern oder Gartenpflegern über Ihre Vermögensverhältnisse.
  • Wenn Sie einen Garten haben, lassen Sie keine Werkzeuge, Leitern, Bänke oder ähnliche Steighilfen herumstehen - diese können von Einbrechern verwendet werden!
  • Verschließen Sie alle Fenster und Türen, wenn Sie das Haus oder die Wohnung verlassen - auch wenn Sie nur kurz weg sind. Denken Sie auch an Garagen- und Kellertüren! 
  • Legen Sie Schlüssel nie unter die Fußmatte, auf den Türrahmen oder in einen Blumentopf. Hängen Sie ihn auch nicht an einem Band in den Briefkastenschlitz: Einbrecher kennen solche „Verstecke“!
  • Das Haushaltsgeld oder Ersparnisse gehören nicht in den Küchenschrank, in den Wäscheschrank oder unter die Matratze: Dort suchen Diebe zuerst!
  • Wenn Sie in einem Wohnhaus mit Gegensprechanlage wohnen, lassen Sie nur Personen herein, die Sie kennen oder erwarten! Sehen Sie regelmäßig in Keller- und Fahrradabstellräumen nach dem Rechten. Auch dort wird gerne eingebrochen.
  • Lassen Sie keine Wertgegenstände offen liegen. Bewahren Sie diese sicher auf!
  • Verwahren Sie Sparbücher und Losungsworte getrennt.
  • Die meisten Geräte haben eine Nummer, mit der die Polizei danach fahnden kann. Notieren Sie sich diese und legen Sie ein Eigentumsverzeichnis an. Fotografieren Sie Wertsachen wie Schmuck, Kunst- und Kulturgegenstände oder Ähnliches und legen Sie damit ebenso ein Verzeichnis an. Ein passendes Formular finden Sie in unserem Downloadbereich.
  • Erkundigen Sie sich bezüglich einer für Sie geeigneten Versicherung. 
  • Seien Sie wachsam und melden Sie Verdächtiges sofort der Polizei unter 133. Es kann hilfreich sein, auf ein Problem aufmerksam zu machen, noch bevor etwas passiert ist.

Was, wenn trotzdem etwas passiert?

und Sie beim Nachhausekommen bemerken, dass eingebrochen wurde, betreten Sie das Haus oder die Wohnung nicht. Sollten Sie sich schon darin aufhalten, dann verlassen Sie es wieder auf dem gleichen Weg, auf dem Sie es betreten haben. Dies dient Ihrer eigenen Sicherheit und damit keine möglichen Spuren vernichtet werden.

Sollten Sie mit einem Täter konfrontiert werden, ermöglichen Sie ihm die Flucht: merken Sie sich das Aussehen und die Fluchtrichtung und rufen sie danach sofort die Polizei unter 133 an. Achtung: werden Täter an der Flucht gehindert oder fühlen sich in die Enge gedrängt, können körperliche Übergriffe möglich sein.

Rufen Sie den Polizeinotruf unter 133 und warten Sie draußen darauf, dass die Beamtinnen und Beamten eintreffen.

Präventionstipps kompakt finden Sie unter Service/Download.


Letzte Aktualisierung: 26. September 2025