Sicher im Internet

Frau Gudrun P.* freut sich über ihren Internetanschluss. Unendlich viele Informationen bequem von zu Hause abrufen zu können, ist sehr praktisch. Eines Tages erhält Frau P.* eine E-Mail mit der Priorität „hoch“. In der Nachricht wird sie ersucht, einem Link zu folgen und anschließend Kontonummer und den Code der Bankomatkarte einzugeben. „Die Internetseite ähnelt der meiner Bank“, denkt Gudrun und gibt Ihre persönlichen Daten in die leeren Felder ein …

Der Computer, das Handy und das Internet gehören mittlerweile zu unserem Alltag. Doch das Internet birgt, neben seiner vielen positiven Nutzungsmöglichkeiten, auch Gefahren und Tücken. Betrügerinnen und Betrüger nutzen dieses Medium ebenfalls. Daher ist Vorsicht geboten!

Folgende Tipps sollten Sie jedenfalls beachten: 

  • Seien Sie im Internet genauso kritisch wie im realen Leben!
  • Informieren Sie sich über Virenschutzprogramme für Ihren Computer und halten Sie diese aktuell!
  • Geben Sie keine Kontonummern, Passwörter oder dergleichen bekannt. Seriöse Unternehmen werden Sie dazu niemals auffordern.
  • Klicken Sie niemals auf Links in E-Mails von Banken oder anderen Finanzinstituten, bei denen Sie kein Konto haben!
  • Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Bankkonten und Ihre Kreditkartenabrechnung. Melden Sie verdächtige Buchungen sofort Ihrer Bank!
  • Benutzen Sie ein sicheres Passwort und geben Sie dieses an niemanden weiter!
  • Seien Sie vorsichtig beim Online-Shopping! Kaufen Sie nur auf Seiten, von denen Sie wissen, dass sie echt sind.
  • Überweisen Sie nie Geld an Internetbekanntschaften, die Sie nicht persönlich kennen!

Einkaufen im Internet

Neben dem stationären Handel gibt es noch die Möglichkeit, im Internet online einzukaufen. 

Doch sollten Sie auch hier einige Tipps beachten:

  • Wählen Sie einen bekannten Anbieter oder einen bereits genutzten Händler!
  • Vergleichen Sie die Preise vor dem Einkaufen mit Hilfe von Suchmaschinen. Auffällig günstige Preise sind häufig ein Hinweis für Betrug!
  • Schauen Sie auf www.watchlist-internet.at ob Fake-Shops oder Meldungen vorliegen.
  • Verwenden Sie den und Fake-Shop Detector  um zu überprüfen, ob ein Online-Shop echt ist.
  • Bevorzugen Sie Online-Shops, die ein bekanntes Gütezeichen aufweisen. Klicken Sie das Zeichen an, dieses muss mit dem Güterzeichenanbieter verlinkt sein.
  • Wenn ein Shop nur Vorkasse (Direktüberweisung) anbietet, muss höchste Vorsicht geboten sein - kaufen Sie lieber wo anders. Zahlen Sie nach Möglichkeit erst nach Erhalt der Ware.
  • Übermitteln Sie niemals Kopien von Identitätsdokumenten, Bankomatkarten- oder Kreditkarteninformationen oder Passwörtern. 
  • Informieren Sie sich im Zweifelsfall beim Konsumentenschutz.

Kleinanzeigenplattformen

  • Seien Sie stets vorsichtig, wenn Sie auf Willhaben, Facebook, eBay, Shpock oder anderen Kleinanzeigen-Plattformen Produkte kaufen oder verkaufen möchten! 
  • Produkte werden auf solchen Plattformen oft zu sehr günstigen Preisen angeboten. Nachdem Sie den vereinbarten Betrag überwiesen haben, erhalten Sie jedoch keine Ware.
  • Wickel sie den Verkauf bzw. Kauf nur auf der angebotenen Kommunikationsplattform des Kleinanzeigenanbieters ab.
  • Übt der Käufer oder Verkäufer Druck aus und verlangt Vorkasse-Leistungen, ist Misstrauen geboten.
  • Nach Möglichkeit begutachten Sie die Ware immer vor Ort und bezahlen Sie dann bei der Übergabe.
  • Kontrollieren Sie den Zahlungseingang auf ihrem Konto!
  • Vorsicht bei Verkäufen, Überweisungen oder Lieferungen ins Ausland.
  • Übermitteln Sie keine Ausweiskopien, da diese für einen Identitätsdiebstahl und in weiterer Folge für andere Straftaten verwendet werden. 

Phishing

Kriminelle verschicken gefälschte E-Mails oder andere Nachrichten mit der Aufforderung, dem darin enthaltenen Link zu folgen und sensible Daten einzugeben. Das Ziel der Betrügerinnen und Betrüger ist es, an die Kontodaten und Zugangspasswörter ihrer Opfer zu kommen.

Im schlimmsten Fall genügt ein Klick und die Täter führen mit den gestohlenen Informationen Abbuchungen von Ihrem Konto durch, kaufen auf Ihre Kosten Produkte im Internet oder platzieren gefälschte Angebote in Ihrem Namen. Seien Sie wachsam!

So schützen Sie sich vor Phishing

  • Klicken Sie auf keine Links in E-Mails, SMS oder sonstigen Nachrichten. Bedenken Sie, dass seriöse Unternehmen niemals per E-Mail dazu auffordern werden, persönliche Daten wie Passwörter oder Transaktionsnummern bekannt zu geben. 
  • Wenn Sie einen Link per E-Mail von Ihrer Bank oder anderen Unternehmen erhalten, betätigen Sie diesen nicht. Halten Sie Rücksprache mit Ihrem persönlichen Bankbetreuer oder dem Kundenservice!
  • Seien Sie beim Verkaufen auf Kleinanzeigenplattformen misstrauisch und geben Sie in zugesandten Links niemals Ihre Kontonummer, Kreditkartendaten oder Passwörter bekannt!
  • Achten Sie bei zugesendeten E-Mails oder Nachrichten auf Sprache und Grammatik! Oftmals sind betrügerische Nachrichten in schlechtem Deutsch formuliert oder weisen Rechtschreibfehler auf. 
  • Prüfen Sie regelmäßig Ihre Bankauszüge und Kreditkartenabrechnungen!
  • Bei verdächtigen Abbuchungen verständigen Sie sofort Ihre Bank! Wird der Betrug rechtzeitig erkannt, besteht die Möglichkeit, den Geldtransfer zu stoppen oder zu retournieren.

Liebesbetrug - Love Scam

Mit Hilfe der sozialen Medien ist es uns möglich, mit entfernt lebenden Familienmitgliedern oder Freunden regelmäßig in Kontakt zu sein. So haben wir das Gefühl an deren sozialen Leben, zumindest in digitaler Form, teilzuhaben. Auch neue Beziehungen lassen sich über das Internet aufbauen.

Doch auch Betrügerinnen und Betrüger tummeln sich auf diversen Plattformen und suchen angeblich nach Freundschaft oder Liebe. Mit gefälschten Profilen stellen sie Kontakt zu ihren Opfern her. Zumeist behaupten die Betrügerinnen oder Betrüger, von Beruf Soldatin oder Soldat, Ärztin oder Arzt, Top-Managerin oder Top-Manager zu sein oder auf einer Bohrinsel zu arbeiten. Die Profilbilder sind kopierte Fotos aus dem Netz. 

Ein regelmäßiger Kontakt wird aufgebaut, die große Liebe vorgespielt und die Opfer werden, blind vor Liebe, mehr und mehr um den Finger gewickelt. Es werden online gemeinsame Zukunftspläne geschmiedet und ein erstes Treffen vereinbart.

Doch plötzlich gerät die oder der vermeintliche Geliebte in eine angeblich akute Notlage und bittet um Geld. Die Täter erfinden Vorwände, weshalb sie finanzielle Hilfe benötigen. Verliebt stimmen die Opfer den ersten Geldzahlungen zu.

Dieser Vorgang wiederholt sich von nun an. Die Opfer überweisen wieder und wieder Geldbeträge, in der Hoffnung die oder den Geliebten endlich zu treffen. Doch zu diesem Treffen kommt es nie. Bis die Opfer bemerken, auf Betrügerinnen oder Betrüger hereingefallen zu sein, vergehen Monate oder sogar Jahre. Viele Opfer haben ihr gesamtes Vermögen verloren.

Alles, was letztendlich bleibt, sind ein gebrochenes Herz und ein leeres Konto.

So schützen Sie sich:

  • Wird nach kurzer Zeit von der großen Liebe gesprochen, seien Sie misstrauisch!
  • Brechen Sie den Kontakt sofort ab, wenn Geld von Ihnen gefordert wird!
  • Überweisen Sie niemals Geld an Personen, die Sie nicht persönlich kennen!
  • Geben Sie einer fremden Person niemals Ihre Bankdaten bekannt!
  • Brechen sie den Kontakt sofort ab, wenn Sie Paket, Güter oder Geldleistungen verschicken oder übernehmen sollen!
  • Verschicken Sie niemals intime Bilder von sich, die Sie nicht selbst veröffentlichen würden!
  • Seien Sie misstrauisch, wenn das 1. Treffen immer wieder hinausgezögert wird.

Was, wenn doch etwas passiert ist?

Erstatten Sie Anzeige auf der nächsten Polizeidienststelle. Wenn es Ihnen leicht möglich ist, bringen Sie das Gerät, auf dem die Tat passiert ist zur Polizeidienststelle mit (beispielsweise ihr Handy).

Präventionstipps kompakt finden Sie unter Service/Download.


  Letzte Aktualisierung: 26. September 2025