Sicher in den Urlaub

Was ist das genau?

Urlaub soll Erholung, Freude und unvergessliche Momente bringen – ohne Sorgen und Risiken. Auf unserer Seite finden Sie wertvolle Tipps rund ums Reisen: von der sicheren Urlaubsbuchung über den Schutz vor gefälschten Vignetten-Webseiten bis hin zu praktischen Hinweisen für einen sicheren Aufenthalt am Urlaubsort. Doch Sicherheit endet nicht am Flughafen oder der Autobahnausfahrt: Wir zeigen Ihnen auch, wie Sie Ihr Zuhause während Ihrer Abwesenheit schützen können, damit Sie beruhigt entspannen und Ihren Urlaub in vollen Zügen genießen können.

Sichere Urlaubsbuchung

Sommerzeit bedeutet für viele Urlaubs- und Reisezeit. Mit Beginn der Reisesaison steigt die Aktivität auf Buchungsplattformen – und damit auch das Risiko Opfer eines Betrugs zu werden. Kriminelle nutzen die hohe Nutzerzahl aus, um an persönliche Daten und Zahlungsinformationen zu gelangen. Das kann mit gefälschten Buchungsbestätigungen geschehen: Beim Business E-Mail Compromise (BEC) verschaffen sich Täter durch Phishing Zugang zu E-Mail-Systemen von Hotels oder Buchungsplattformen und versenden gefälschte Zahlungsaufforderungen an Gäste, die bereits gebucht haben. Unter dem Vorwand technischer Probleme oder anderen Vorwänden fordern sie zu einer erneuten Zahlung über einen Phishing-Link auf. Die Zahlung landet jedoch bei den Betrügern, nicht beim Hotel. Tipp: Um sich zu schützen, sollte man niemals auf Zahlungsaufforderungen in E-Mails reagieren, Links meiden und Buchungen stets über die Original-Webseite abwickeln.

Andere Betrüger veröffentlichen gefälschte Inserate: Besonders günstige Fake-Angebote locken Kundinnen und Kunden an, führen aber nicht zu einem regulären Buchungsvorgang, sondern versuchen die Kundinnen und Kunden dazu zu bringen, über Messanger-Dienste oder Email zu kommunizieren. Kurz darauf wird eine direkte Zahlung ins Ausland verlangt. Achtung: Diese Unterkünfte existieren meist gar nicht. Die Bilder sind einfach von anderen Websites kopiert und das Geld ist nach Überweisung verloren. Tipp: Immer direkt über selbst aufgerufene Original-Website oder Buchungsportale buchen und bezahlen. Seien Sie bei „zu guten“ Angeboten misstrauisch. 

Eine weitre Gefahr stellen betrügerische Hotline-Nummern dar. Gefälschte Webseiten mit gefälschten Kundenservice-Telefonnummern verleiten die Hilfe suchenden Anrufer dazu, eine Fernwartungssoftware wie beispielsweise AnyDesk zu installieren. Eine Fernwartungssoftware hilft den technischen Mitarbeitern in großen Unternehmen von einem anderen Standort aus direkt auf ihren PC zuzugreifen, zum Beispiel ihren Bildschirm zu sehen und ihre Maus zu bewegen. Wenn Kriminelle Sie dazu bringen eine solche Software zu starten verschaffen Sie sich damit Zugang zu Ihrem Gerät und eröffnen beispielsweise in Ihrem Namen Konten für betrügerische Transaktionen. Tipp: Niemals Fernzugriff gewähren oder Software auf Anweisung installieren.

Achtung bei ...

  • Ungewöhnlich günstigen Preisen im Vergleich zu ähnlichen Angeboten
  • Druck auf schnelle Buchung und Bezahlung
  • verlangter Vorauszahlung – meist per Banküberweisung oder über nicht rückverfolgbare Dienste (z. B. Western Union)
  • Angeblich Zahlung nur per Überweisung möglich

Wie kann ich mich schützen?

  • Buchen Sie Ihren Urlaub bei bekannten und vertrauenswürdigen Reiseagenturen. Lesen Sie die Erfahrungen und Bewertungen anderer Reisender.
  • Rufen Sie immer die Original-Homepage des Reiseanbieters auf, insbesondere bei Aufforderungen zu Änderungen oder plötzlichen Problemen.
  • Suchen Sie im Internet nach dem Online-Anbieter mit dem Schlagwort „Erfahrungen“ oder „Betrug“
  • Seien Sie vorsichtig, wenn die Preise auffallend günstig sind.
  • Seien Sie skeptisch, wenn als Kommunikationsmöglichkeiten nur E-Mail oder Messenger-Dienste angeboten werden.

Was, wenn es mal passiert ist?

  • Informieren Sie sofort die betroffene Unterkunft.
  • Informieren Sie bei einem Phishing-Vorfall die originale Buchungsplattform.
  • Informieren Sie den Zahlungsdienstleister.
  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und stellen Sie gesicherte Beweise zur Verfügung. 

Gefälschten Vignetten-Webseiten

Gerade vor oder während der Urlaubsreise benötigen viele Autofahrer kurzfristig eine digitale Vignette. Kriminelle nutzen den Zeitdruck der Reisenden aus und erstellen täuschend echte Kopien des offiziellen ASFINAG-Webshops. Diese betrügerischen Webseiten erscheinen oft ganz oben bei Suchmaschinen-Anzeigen und tragen Adressen mit kleinen Abweichungen, wie beispielsweise „asfimag.mom“ statt „asfinag.at“. Nutzer werden zur Eingabe von Kreditkartendaten verleitet, erhalten aber keine gültige Vignette – das Geld ist verloren. 

Wie kann ich mich schützen?

  • Kaufen Sie die digitale Vignette nur über die offizielle Seite www.asfinag.at oder bei anerkannten Partnern wie Verkehrsclubs oder Trafiken.
  • Achten Sie bei Webadressen auf eine korrekte Schreibweise und misstrauen Sie Domains mit ungewöhnlichen Endungen wie „.mom“ oder „.lat“.

Phishing über ETA-Einreiseantrag

Aktuelle benötigen Reisende in Länder wie beispielsweise Großbritannien eine elektronische Einreisegenehmigung (Electronic Travel Authorisation – ETA). Kriminelle nutzen die neue Regelung aus und erstellen täuschend echt wirkende aber leider gefälschte Websites. Diese Seiten sind oft in Reiseblogs oder auf Urlaubsplattformen eingebettet. Ziel ist es, an persönliche Daten und Kontoinformationen zu gelangen, um später hohe Geldbeträge von den betroffenen Konten abzubuchen.

Wie kann ich mich schützen?

  • Suchen Sie immer nach der offiziellen Seite der Electronic Travel Authorisation (ETA): Apply for an electronic travel authorisation (ETA) - GOV.UK.
  • Achten Sie genau auf den Abbuchungsbetrag, den Sie auf Ihrem Konto bzw. mit Ihrer Kreditkarte freigeben.

Was, wenn es mal passiert ist?

  • Im Schadensfall sollten Sie sofort Ihren Zahlungsdienstleister kontaktieren, eventuell kann die Transaktion noch gestoppt werden.
  • Wenn auch Software installiert wurde: Software sollte dringend deinstalliert und das Gerät überprüft werden. 

Einbruchsschutz zu Hause

Ihr Haus ist während Ihres Urlaubs ein besonders attraktives Ziel für Einbrecher. Wenn jemand weiß oder vermutet, dass niemand zu Hause ist, steigt das Risiko eines Einbruchs stark an. Damit es bei der Rückkehr kein böses Erwachen gibt, sollte das Wohnhaus oder die Wohnung währen der Abwesenheit gut vor Einbruch geschützt werden.

Wie kann ich mich schützen?

  • Vergewissern Sie sich, dass alle Türen versperrt sind. Ziehen Sie die Türen also nicht nur ins Schloss, sondern schließen Sie diese immer zweifach ab. Verschließen Sie Ihre Fenster und lassen Sie diese während Ihrer Abwesenheit niemals gekippt.
  • Vermeiden Sie Zeichen der Abwesenheit, wie beispielsweise heruntergelassene Rollos oder zugedeckte Autos. Räumen Sie nicht alles weg, das erzeugt den Eindruck, dass jemand länger nicht zu Hause ist. Lassen Sie es bewohnt aussehen beziehungsweise so, als ob bald wieder jemand nach Hause kommt.
  • Während Ihres Urlaubs sollte der Briefkasten geleert und Werbematerial beseitigt werden. Nachbarschaftshilfe ist hier besonders wichtig. In einer gesunden Nachbarschaft werden es die Täter auf jeden Fall schwerer haben. 
  • Falls Sie mit dem Taxi zum Flughafen gebracht werden, verraten Sie nicht zu viele Informationen darüber, wie lange die Wohnung oder das Haus unbewohnt ist.
  • Lassen Sie die Beleuchtung und das Radio mit Hilfe einer Zeitschaltuhr zu unterschiedlichen Zeiten an- und ausgehen.
  • Bei einer gut funktionierenden Nachbarschaft informieren Sie Ihre Nachbarn über die Funktion einer vorhandenen Alarmanlage und auch darüber, dass Sie Ihre Beleuchtung, Ihr Radio oder ähnliche Geräte über Zeitschaltuhren steuern.
  • Aktualisieren Sie eventuell Ihre Kontaktdaten, damit Sie im Notfall schnell eine Ansprechperson erreichen können.
  • Bei Einfamilienhäusern sind neben den Eingangstüren auch Terrassentüren, Fenster und Kellertüren die Hauptangriffspunkte der Kriminellen – am besten sind diese von öffentlichen Flächen oder zumindest durch die Nachbarn einsehbar, sodass Kriminelle nicht ungestört arbeiten können.
  • Lassen Sie auch kein Werkzeug oder Leitern herumliegen. Solche Gegenstände können auch von den Tätern für den Einbruch verwendet werden.

Sicher am Urlaubsort

Um auch am Urlaubsort auf der sicheren Seite zu sein, sollten ein paar Dinge beachtet werden: Informieren Sie Familie und Freude über Ihre Reisepläne, zum Beispiel Dauer, Ziel, Zwischenaufenthalte, Telefonnummer und Adresse der Unterkunft und halten Sie immer wieder Kontakt! So wissen Ihre Angehörigen im Notfall, wo Sie sich aufhalten.

Wie kann ich mich schützen?

  • Führen Sie Kopien Ihrer Reisedokumente und Buchungsbestätigungen mit sich und verwahren Sie diese sicher und separat von den anderen Dokumenten.
  • Nehmen Sie nur so viel Bargeld mit, wie sie unbedingt benötigen und tragen Sie Geld, Kreditkarten und Papiere immer möglichst dicht am Körper in verschiedenen Innentaschen.
  • Speichern Sie Hotline-Nummern ein, um im Notfall sofort Kredit- bzw. Bankomatkarten sperren zu können.
  • Hantieren Sie nicht mit größeren Geldmengen in der Öffentlichkeit.
  • Meiden Sie Gedränge und tragen Sie, vor allem in öffentlichen Verkehrsmittel, die Handtasche oder den Rucksack verschlossen vor dem Körper oder klemmen Sie sie fest unter den Arm. Benutzen Sie speziell im Urlaub Brustbeutel oder Geldgürtel.
  • Seien Sie vorsichtig, wenn Sie von einem Autofahrer wegen einer Panne um Hilfe gebeten werden! Die Autopanne könnte vorgetäuscht sein, und während Sie helfen, stehlen Komplizen Wertgegenstände aus dem unversperrten PKW oder sogar das Fahrzeug.
  • Lassen Sie im städtischen Verkehr, im Stau oder beim verkehrsbedingten Anhalten die Autofenster verschlossen und die Türen versperrt!

Weiterführende Links 

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Letzte Aktualisierung: 29. September 2025