Betrügerische Onlineshops: So erkennen Sie Fake-Shops
Was ist das genau?
Fakeshops sind gefälschte Online-Shops, die auf den ersten Blick wie seriöse Anbieter wirken, in Wirklichkeit jedoch einzig dem Zweck dienen, Konsumenten zu betrügen. Sie locken mit unrealistisch günstigen Angeboten, professionellem Design und gefälschten Gütesiegeln. Die Ware wird entweder gar nicht geliefert oder ist von minderwertiger Qualität – oft ist nur Vorkasse als Zahlungsmethode verfügbar, wodurch Rückforderungen nahezu unmöglich sind.
Ein besonders gefährlicher Typ sind nachgebaute Fakeshops: Diese imitieren bekannte Marken, Supermärkte oder Institutionen täuschend echt – inklusive Logos, Designs und Domains, die stark an die Originale erinnern. Sie werden häufig über Werbung auf sozialen Netzwerken oder durch bezahlte Anzeigen in Suchmaschinen verbreitet und erscheinen dort ganz oben in den Ergebnissen. Nutzer gelangen so unbemerkt auf betrügerische Seiten, geben persönliche Daten und Kreditkarteninformationen ein – und erhalten keine oder falsche Ware. Diese Daten werden anschließend für weitere Betrügereien genutzt oder im Internet verkauft. Die Masche ist raffiniert aufgebaut und oft schwer zu erkennen – viele Opfer merken den Betrug erst, wenn Geld fehlt oder es zu unautorisierten Abbuchungen kommt.
Gütesiegel sind eine hilfreiche Orientierung beim Online-Shopping, vor allem bei unbekannten Shops. Sie stehen für geprüfte Sicherheits- und Qualitätsstandards wie Datenschutz, sichere Bezahlung und transparente Bedingungen, was das Vertrauen der Kund*innen stärkt und das Risiko eines Betrugs senkt. Allerdings setzen auch Kriminelle gefälschte oder missbrauchte Gütesiegel ein, um unseriöse Shops vertrauenswürdig wirken zu lassen. Deshalb sollte man nicht blind vertrauen, sondern das Siegel immer direkt prüfen, z. B. über die offiziellen Seiten der Gütezeichen-Anbieter oder durch einen Klick auf das verlinkte Siegel im Shop. Nur so lässt sich sicherstellen, dass es sich um ein echtes Zertifikat handelt.
Achtung!
Beim Online-Shopping lauern zunehmend Gefahren durch sogenannte Fakeshops – betrügerische Webseiten, die seriöse Händler vortäuschen. Um nicht Opfer von Abzocke zu werden, solltest du auf bestimmte Warnhinweise achten, die auf einen unseriösen Anbieter hindeuten.
- Ungewöhnlich günstige Preise: Sehr niedrige Preise für gefragte Produkte sind oft ein Hinweis auf einen unseriösen Anbieter und ein "Lockangebot", um schnell Käufer anzuziehen.
- Verdächtige Zahlungsmethoden- Zahlung per Vorkasse: Bei Fake-Shops werden häufig ausschließlich Vorkasse oder schwer rückverfolgbare Zahlungsmethoden (wie Kryptowährungen) angeboten, um es den Opfern schwer zu machen, ihr Geld zurückzubekommen.
- Mangelhafte Kontaktmöglichkeiten: Wenn lediglich eine E-Mail-Adresse angegeben ist, keine Telefonnummer hinterlegt oder das Kontaktformular nicht funktioniert, sollten Käuferinnen und Käufer skeptisch werden.
- Gefälschte Gütesiegel: Gütesiegel sind lediglich als Bild hineinkopiert und nicht zurückverfolgbar/überprüfbar. Das angegebene Gütesiegel muss mit dem Siegelanbieter verlinkt sein. Prüfen Sie auf dessen Homepage, ob der Online-Shop über ein gültiges Zertifikat verfügt.
- Fehlende oder unvollständige Impressumsangaben: Seriöse Anbieter stellen vollständige Informationen zur Identität und Erreichbarkeit des Unternehmens bereit, während Fake-Shops diese oft weglassen oder fiktive Adressen verwenden.
Der Unterschied zwischen Fake-Shops (Betrügerische Online-Shops) und Shops mit minderwertiger Ware
Fake-Shops sind betrügerische Webseiten, die aussehen wie echte Onlineshops, aber keine Waren liefern. Oft locken sie mit unrealistisch niedrigen Preisen oder seltenen Markenprodukten, um Käuferinnen und Käufer schnell zu einer Bestellung zu bewegen. Diese Seiten haben meist kein Impressum oder verwenden falsche Adressdaten. Typisch ist auch, dass nur unsichere Zahlungsmethoden wie Vorkasse per Überweisung angeboten werden. Viele Opfer bemerken den Betrug erst, wenn die Ware nicht ankommt und das Geld bereits verloren ist. Hier handelt es sich also um reinen Betrug, bei dem Käuferinnen und Käufer sehr geringe Chance haben, ihr Geld zurückzubekommen.
Anders ist die Situation bei Shops mit minderwertiger Ware. Diese liefern zwar etwas, doch die Produkte entsprechen nicht den Beschreibungen oder Bildern – etwa gefälschte Markenartikel, billige Kopien oder Waren von sehr schlechter Qualität. Solche Anbieter sitzen häufig im EU-Ausland, was Rücksendungen teuer oder praktisch unmöglich macht. Rechtlich ist das schwieriger zu fassen, weil die Lieferung tatsächlich erfolgt, wenn auch in enttäuschender Form. Käuferinnen und Käufer bleiben dann oft auf der mangelhaften Ware sitzen, außer sie können ihr Widerrufsrecht oder einen Käuferschutz durchsetzen.
Fake-Shops liefern gar nichts, minderwertige Shops liefern schlechte Ware – beide stellen jedoch erhebliche Risiken beim Onlineshopping dar.
Wie kann ich mich schützen?
- Auch im Internet gibt es nichts zu verschenken - Vorsicht bei zu günstigen Angeboten! Wenn ein Angebot zu gut erscheint, um wahr zu sein, könnte es sich um einen betrügerischen Fake-Shop handeln. Überprüfen Sie die üblichen Preise bei anderen, bekannten Anbietern.
- Überprüfen Sie den Online-Shop auf der Homepage Watchlist Internet und Fake-Shop Detector!
- Bewertungen über den Shop lesen: Recherchieren Sie Kundenbewertungen auf unabhängigen Portalen und achten Sie auf durchgehend negative oder übermäßig positive Kommentare, die gefälscht wirken könnten.
- Folgen Sie keinen Links in unaufgefordert zugeschickten Werbemails und Social Media Werbungen.
- Vertrauenswürdige Webseiten verwenden: Kaufen Sie nach Möglichkeit bei bekannten, etablierten Online-Shops oder achten Sie auf Gütesiegel und Zertifikate, die die Vertrauenswürdigkeit des Anbieters belegen.
- Sichere Zahlungsmethoden nutzen: Verwenden Sie sichere Zahlungsmethoden wie Kreditkarte oder Zahlung auf Rechnung. Vermeiden Sie ungesicherte Vorabüberweisungen an unbekannte Anbieter.
Was, wenn es mal passiert ist?
- Kontaktieren Sie den Online-Shop und geben Sie den Rücktritt vom Vertrag bekannt. Diesen Nachweis verlangen die Zahlungsdienstleister oftmals.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder das Kreditkartenunternehmen und bitte Sie um Rückerstattung Ihres Geldes.
- Achten Sie auf ungerechtfertigte Kreditkarten – und Kontoabbuchungen.
- Fertigen Sie Screenshots von Nachrichten, Chats und E-Mails und Überweisungsbestätigungen an.
- Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und stellen Sie gesicherte Beweise zur Verfügung.
Weiterführende Links
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Letzte Aktualisierung: 29. September 2025