K.O.-Mittel

K.O.-Mittel sind Drogen, die in geringer Dosis stimulierend und enthemmend, in höherer Dosierung betäubend und einschläfernd wirken. K.O.-Mittel werden oft Frauen und Mädchen gezielt in Diskotheken, Bars oder auf Festen unbemerkt ins Getränk gemischt, um die so betäubten Opfer sexuell zu missbrauchen. K.O.-Mittel sind farb- und geruchlos, schmecken salzig bis seifig, sind jedoch in Mixgetränken kaum wahrnehmbar. Täter können Fremde, Bekannte, aber auch vermeintliche "Freunde" aus dem persönlichen Umfeld sein.

Wirkung von K.O.-Mitteln

Nach der Einnahme der K.O.-Mittel werden die Opfer zunächst willenlos und leicht manipulierbar. Dann wird ihnen übel und schwindelig.

Zeichen für eine Vergiftung durch K.O.-Mittel sind:

  • Plötzlicher Schwindel und Übelkeit
  • Wahrnehmungsschwierigkeiten
  • Bewusstseinstrübung, Dämmerzustand ("Gefühl, wie in Watte gepackt")
  • Willenlosigkeit
  • Eingeschränkte Beweglichkeit bis hin zur Regungslosigkeit
  • Erinngerungslücken bis hin zur Amnesie

Opfer erwachen oft mit bruchstückhafter oder fehlender Erinnerung an fremden Orten oder zu Hause, ohne zu wissen, wie sie dorthin gekommen sind. Die Ungewissheit, was passiert ist und wer die Täterin oder der Täter ist, ist für die Betroffenen sehr belastend, beschämend und verunsichernd.

Wichtig: Schuld ist immer derjenige, der diese Mittel verabreicht!

Eine Anzeige ermöglicht polizeiliche Ermittlungen und den Schutz anderer Frauen vor ähnlichen Gewalthandlungen, wenn die Täterin oder der Täter ausfindig gemacht werden kann.


Letzte Aktualisierung: 23. Jänner 2026