Delikte & Ermittlungen

Geldwäscherei

Beinahe jede kriminelle Aktivität hat das Ziel Profit zu generieren. Geldwäsche ist für die Straftäter dabei von wesentlicher Bedeutung. Denn ihr Ziel ist es illegal erlangte Vermögenswerte dem Zugriff der Strafverfolgungsbehörden zu entziehen. Dem Täter sollen im Ergebnis erklärbare und scheinbar legale Vermögenswerte zur Verfügung stehen, die keinen Rückschluss auf Straftaten zulassen.

Die Geldwäscherei als auch die Terrorismusfinanzierung sind daher auch in Österreich unter Strafe gestellt (§§ 165 und 278d Strafgesetzbuch).

Achtung, werden Sie kein Finanzagent

Finanzagenten sind Personen, die illegal erlangte Gelder an Dritte weiterleiten.
Sie machen sich strafbar und werden zu einem sogenannten Finanzagenten. Gegen Sie wird wegen des Verdachts der Geldwäsche ermittelt.

Um Bürgerinnen und Bürger für diese Gefahren zu sensibilisieren und auf dieses Risiko hinzuweisen, hat Europol gemeinsam mit vielen weiteren Europäischen Behörden eine Sensibilisierungskampagne "Don’t be a money mule!" (Werden Sie kein Finanzagent!) gestartet.

Die European Money Mule Action ist eine von Europol ins Leben gerufene Kampagne, die auf die Gefahren der Finanzagententätigkeit hinweisen soll und nun schon zum fünften Mal stattfindet. Ziel der Initiative ist eine europaweite Sensibilisierungskampagne, um auf die Gefahren der Finanzagententätigkeit hinzuweisen. Die Täter versuchen mittels Emails mit einer vermeintlich guten „Verdienstmöglichkeit“ Personen anzuwerben. Die von den Tätern genannten Hintergründe zu den Zahlungen variieren und werden laufend und an aktuelle Geschehnisse angepasst. Diese Vorgehensweise ist typisch für Betrugshandlungen im Internet. Sie dienen entweder der Verschleierung von Zahlungsströmen bei Internetbetrugshandlungen oder um eventuell auch an Ihr Vermögen zu gelangen. Wenn Sie auf dieses Angebot einsteigen, werden Sie als Finanzagent, international als "money mules" bekannt, in das Betrugsschema involviert.

Mehr Informationen 

Seit dem Jahr 2004 wird unter Anpassung an internationale Standards der jährliche Lagebericht erstellt. Ziel des Berichtes ist es, die Situation der Geldwäsche und ihrer Bekämpfung in Österreich schriftlich und graphisch darzustellen sowie die Einbindung Österreichs in internationale Projekte in diesem Bereich zu präsentieren.

Weitere Informationen zum Thema Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung finden Sie auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Finanzen.

Die Meldestelle

Die Geldwäschemeldestelle (§ 4 Abs. 2 BKA-G) nimmt Meldungen von meldepflichtigen Berufsgruppen über verdächtige Transaktionen nach dem Finanzmarkt-Geldwäschegesetz, dem Bilanzbuchhaltungsgesetz, dem Börsegesetz (1989), der Gewerbeordnung (1994), dem Glückspielgesetz, dem Körperschaftssteuergesetz (1988), der Notariats- und der Rechtsanwaltsordnung, dem Wirtschaftstreuhandberufsgesetz und dem Zollrechts-Durchführungsgesetz entgegen.

Die Meldestelle ist von Montag bis Freitag von 09:00 bis 17:00 Uhr erreichbar. Für die Erstattung einer Verdachtsmeldung kontaktieren Sie bitte die Geldwäschemeldestelle per E-Mail an A-FIU@bmi.gv.at.

Melden über goAML

Vorgehensweise

Für die Erstattung einer Verdachtsmeldung steht im USP das Web-Portal von "goAML" zur Verfügung.

Hinweis:

Derzeit befindet sich "goAML" im Probebetrieb. Im Probebetrieb werden Verdachtsmeldungen wie bisher über das PDF-Meldeformular (Abschnitt "Downloads") an die E-Mail-Adresse A-FIU@bmi.gv.at gerichtet und parallel dazu einzelne Meldungen auch via "goAML" gemeldet, damit das System für den Echtbetrieb getestet und entsprechend vorbereitet werden kann.

Voraussetzung

Voraussetzung für die Abgabe einer Verdachtsmeldung ist eine einmalige Registrierung über das Web-Portal "goAML".

Registrierung

Zunächst meldet sich die Meldepflichtige/der Meldepflichtige als Organisation im "goAML"-Web-Portal an. Während des Registrierungsprozesses werden neben den Angaben der Meldepflichtigen/des Meldepflichtigen auch die Daten der für die Organisation in Sachen Geldwäsche verantwortlich handelnden Personen abgefragt (Hauptverantwortliche/Hauptverantwortlicher). Als solch eine Person kommt beispielsweise bei Kreditinstituten die jeweilige Geldwäschebeauftragte/der jeweilige Geldwäschebeauftragte in Frage. Die Benennung und Verifizierung der verantwortlich handelnden Person ist deshalb notwendig, da diese Inhaber der administrativen Rechte für den "goAML"-Zugang der Meldepflichtigen/des Meldepflichtigen ist ("Administrator").

Anschließend wird die Registrierung durch die Geldwäschemeldestelle geprüft und der Zugang freigeschaltet. Dabei wird die Meldepflichtige/der Meldepflichtige über sämtliche Schritte des Registrierungsprozesses wie z.B. die erfolgreiche Übermittlung des Formulars oder die Freischaltung, mittels E-Mail an die bei der Registrierung hinterlegte Adresse informiert.

Sollen weitere Personen für die Abgabe von Meldungen für die jeweilige Meldepflichtige/den jeweiligen Meldepflichtigen berechtigt werden, so können sich diese über den Punkt "Registrieren als Person für eine bereits bestehende Organisation" als neue Nebennutzerinnen/Nebennutzer anmelden. Die dort ausgefüllten Registrierungen können dann von der Administratorin/vom Administrator genehmigt und die neuen Nutzerinnen/Nutzer durch die Geldwäschemeldestelle freigeschaltet werden.

Bei der Registrierung ist zu beachten, dass eine E-Mail-Adresse nur einmalig vom System "goAML" verwendet werden kann.


Informationen zum gesicherten E-Mail-Verkehr
Bitte beachten Sie, dass der E-Mail-Verkehr mit dem Bundesministerium für Inneres technischen Einschränkungen unterliegt, der Sicherheit wegen sowie um Netzwerk und E-Mail-System vor Überbelastungen zu schützen.
Mehr Informationen

Downloads

Kontakt
Bundeskriminalamt
Meldestelle Geldwäsche
Josef Holaubek-Platz 1
1090 Wien
E-Mail: A-FIU@bmi.gv.at

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