Prävention

Mehr Aufmerksamkeit für Online Zivilcourage

Am Donnerstag den 21. Februar 2019 wird eine Studie zur online Zivilcourage veröffentlicht. Das Projekt "Zivilcourage online" ist am Institut für Soziologie der Universität Wien angesiedelt und läuft von 1. März 2017 bis 28. Februar 2019. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Österreichischen Institut für angewandte Telekommunikation, Saferinternet.at, dem Mauthausen Komitee Österreich, der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/ Krems sowie dem Bundeskriminalamt durchgeführt.

Durch die intensive Internetnutzung lernen viele Jugendliche unzählige positive Seiten des Internets kennen, wie die Pflege von Sozialbeziehungen und Verwendung von Fotos, Videos und Texten. Andererseits erleben viele Jugendliche im unkontrollierten virtuellen Umfeld auch zahlreiche negative Aspekte des Internets. Dazu zählt die Begegnung mit digitaler Gewalt. Öffentliche Beleidigungen, Bloßstellungen, Beschimpfungen, Hass-Postings, Veröffentlichungen von persönlichen oder manipulierten Bildern. In den wenigsten Fällen wenden sich die Opfer von Cybermobbing an Erwachsene, aus Angst vor Moralisierung oder einem Handyverbot. So bleiben sie mit ihren Erfahrungen und Verunsicherungen oft alleine.

Ziel dieser Studie war es, zu untersuchen warum die Übergriffe im Internet von Betroffenen als besonders schwerwiegend wahrgenommen werden. Durch die Studie geht klar hervor, dass es deutliche Unterschiede zwischen der online und offline Zivilcourage gibt. Das Mobbing im Internet fällt massiver aus, da die Täter durch die Anonymität im Netz weniger gehemmt sind und für die Opfer unkontrollierbar ist, wer den Vorfall beobachten konnte. Viele Jugendliche lesen Hass-Postings oder Bloßstellungen mit, nehmen dieses aber nicht ernst und ignorieren die online Überfälle auf andere Jugendliche. Viele Zuseher schreiben den Opfern auch Eigenverantwortung zu und sind der Meinung, dass die Opfer selbst schuld seien, denn das Internet wird als "gefährlicher" Ort definiert. Daher muss das Selbstverständnis von Zivilcourage gefördert werden. Den Jugendlichen wird versucht bewusst zu machen, dass Übergriffe im Internet keine zu akzeptierende Normalität sein dürfen und dass das Internet keinen rechtsfreien Raum darstellt.

Ergebnisse
Das Präventionsprogramm "Click & Check" wurde um ein weiteres Modul "Digitale Courage" erweitert. Außerdem konnten die Ergebnisse dieser Studie in das Präventionsprogramm eingearbeitet werden. Das Wissen wird folglich österreichweit an 400 Präventionsbedienstete weitergegeben, die im Bereich der Kriminalprävention mit der Zielgruppe Jugendliche tätig sind.

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Artikel Nr: 16729 vom Donnerstag, 21. Februar 2019, 08:42 Uhr
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