Prävention

Skidiebstahl: Leichter Anstieg der Anzeigen

Rund 4.000 Anzeigen wegen Skidiebstahls werden pro Jahr in Österreich registriert, Tendenz leicht steigend. Vor allem Hütten sind ein beliebtes Angriffsziel für Skidiebe, weil viele Wintersportler in der Mittagspause ihre Geräte unbeaufsichtigt abstellen. Die Polizei gibt Tipps wie man seine Wintersportgeräte effektiv schützen kann.

Den Skidieben wird es leicht gemacht. Hunderte Paar Ski sind ungesichert an die Hütten gelehnt oder liegen ungesichert im Schnee. Jeder kann seine Ski gegen bessere "eintauschen". Die Bindung der meisten neuen Modelle kann einfach, schnell und ohne Werkzeug auf die Skischuhgröße des neuen Besitzers angepasst werden. Wenn der Geschädigte den Diebstahl bemerkt und ihn anzeigt, ist der Täter meist längst über alle Hänge. Es gibt fast nie Zeugen und selten Spuren. Das macht die Ausforschung der Diebe schwierig.

Anzeigen wieder leicht steigend
Rund 4.000 Diebstähle von Wintersportgeräten, wie Ski, Snowboard, Skistöcke usw., werden pro Jahr angezeigt. Im zehn Jahres-Vergleich verzeichnet 2016 mit 4.168 angezeigten Diebstählen einen Tiefstwert. Der Höchstwert ist im Jahr 2010 mit 5.771 Anzeigen erreicht worden. Die meisten Skier und Snowboards werden weiterhin in der Hochsaison, also von Dezember bis März, gestohlen. Im Jahr 2017 ist ein minimaler Anstieg zu verzeichnen. Insgesamt wurden 4.228 Diebstähle in Österreich angezeigt.

Mehr als die Hälfte der Diebstähle im Jahr 2017 ereigneten sich in Tirol mit 2.345 Anzeigen, gefolgt von Salzburg mit 1.232 Anzeigen.

Wo gestohlen wird
Es gibt bevorzugte Tatorte für den Wintersportgerätediebstahl. Ski- und Snowboardabstellplätze vor Liften und Almhütten sowie ungesicherte Autodachträger und Dachboxen. Auch aus den Skiställen der Hotels und Pensionen verschwinden Sportgeräte. Viele Geschäfte, die Sportgeräte verleihen, fragen die Touristen nur nach Namen und Hotel und verlangen keinen Ausweis. Während selten jemand sein Fahrrad ungesichert stehen lässt, gibt es kaum ein Sicherheitsbewusstsein für Wintersportgeräte. Einfache, aber wirksame Sicherungen für Ski oder Snowboards wie Seile mit Nummernschlössern
sind nicht allzu teuer, werden aber kaum verwendet.

Nach einem Diebstahl
Erstatten Sie umgehend Anzeige bei der nächsten Polizeiinspektion. Die Anzeigebestätigung wird für die Versicherung benötigt. Nehmen Sie die Serien- oder Herstellernummer der Ski und der Bindung sowie die Kaufunterlagen mit. Versuchen Sie auf keinen Fall einen Skidiebstahl vorzutäuschen. Sie begehen dabei eine strafbare Handlung.

Empfehlung der Kriminalprävention:

Transport
Bewahren Sie Ihre Ski, Snowboards und Stöcke im abschließbaren Dachträger auf. Ideal ist eine Dachbox, die auch die Skischuhe aufnehmen kann. Man sollte auch die Skiträger oder die Transportbox auf dem Dach des Autos versperren.

Unterkunft
Nutzen Sie versperrbare Skikeller und -ständer sowie Ski- und Skischuhschränke. Der Schlüssel zu einer Sicherheitseinrichtung sollte nicht unbeaufsichtigt herumliegen. Beim Betreten der Skiabstellräume in den Unterkünften sollte man darauf achten, wer diese Räumlichkeiten sonst noch betritt, denn Diebe gehen oft mit Hotelgästen in den Skiraum.

Auf der Piste
Ski nicht sorglos vor der Hütte im Schnee abstellen. Man sollte sein Sportgerät stets im Auge behalten. Ski nach Möglichkeit nicht paarweise, sondern voneinander getrennt abstellen. Diebe nehmen sich nicht die Zeit, passende Skipaare zu suchen. Snowboards sollten mit einem Stahlkabel (Fahrradschloss) an einem feststehenden Gegenstand (Skiständer, Geländer) gesichert werden. Die Polizei empfiehlt zudem das Wintersportgerät zu kennzeichnen.

Artikel Nr: 16556 vom Mittwoch, 19. Dezember 2018, 09:36 Uhr
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