Kriminalitätsbekämpfung
Erfolgreicher Schlag gegen Falschgeldkriminalität
Durch verdeckte Ermittlungen des österreichischen Bundeskriminalamtes (BK) konnten die deutschen Bundes- und Landessicherheitsbehörden einen der derzeit größten aktiven Geldfälscher in der Bundesrepublik Deutschland verhaften. Des Weiteren haben die Bediensteten der Kriminalpolizei Ingolstadt eine Fälscherwerkstatt in Wuppertal ausgehoben. Bisher wurden drei Männer aus Ingolstadt rechtskräftig verurteilt und zwei Tatverdächtige befinden sich derzeit in Untersuchungshaft.
Der Kriminalpolizei Ingolstadt gelang es unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Ingolstadt mit Unterstützung des Bayerischen- und Nordrhein-Westfälischen Landeskriminalamtes, des österreichischen und deutschen Bundeskriminalamtes, der Kriminalpolizei Wuppertal und eines Experten des nationalen Falschgeldanalysezentrums der Deutschen Bundesbank, sowie der Österreichischen Nationalbank (OeNB) ein großer Schlag gegen einen bundesweit agierenden Geldfälscher.
Österreich verhalf zum Ermittlungserfolg
Durch verdeckte Ermittlungen des Falschgeld Fachbereichs der Abteilung Wirtschaftskriminalität des Bundeskriminalamtes (BK) wurde der auf dem Kurznachrichtendienst Telegram umtriebige Verkäufer von gefälschten 50-Euro-Banknoten ausfindig gemacht. Mit Unterstützung der Oesterreichischen Nationalbank gelang es den österreichischen Kriminalbediensteten, den deutschen Tatverdächtigen in der Bundesrepublik Deutschland zu verorten. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden an die deutschen Bundes- und Landessicherheitsbehörden übermittelt.
Im Rahmen einer groß angelegten Aktion nahmen die oberbayerischen Ermittlerinnen und Ermittler schließlich gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus Nordrhein-Westfalen am 20. Oktober 2025 den 32-jährige deutschen Staatsangehöriger und seine 40-jährige deutsche Lebensgefährtin fest. Die beiden Tatverdächtigen waren gerade auf dem Weg zu ihren offiziellen Arbeitsstätten. Der 32-jährige Deutsche dürfte einer der derzeit größten aktiven Geldfälscher in der Bundesrepublik Deutschland sein.
Anknüpfende Ermittlungen führten in Deutschland zu Erfolg
Aus dem Fahrzeug des 32-Jährigen wurden 333 50-Euro-Falsifikate sichergestellt. In der Wohnung des Haupttatverdächtigen wurde eine gut ausgestattete Druckwerkstatt gefunden, deren Drucker zum Zeitpunkt des Zugriffs noch teilweise "heiß" liefen. Die Ermittlerinnen und Ermittler stellten zudem umfangreiches Beweismaterial sicher. Darunter befanden sich 13 Drucker, Falsifikate im Nennwert von etwa 100.000 Euro und mehrere Wallets, deren Auswertungen noch andauern. Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt ließ zudem im Rahmen des Vermögensarrestes zwei Fahrzeuge und weitere Wertgegenstände des Tatverdächtigen sicherstellen.
In zwei aufeinander aufbauenden Ermittlungsverfahren der Kriminalpolizei Ingolstadt wurden bislang fünf Personen festgenommen. Drei der regionalen Falschgeldszene zugehörigen Männer aus Ingolstadt wurden bereits im September 2025 vom Landgericht Ingolstadt wegen eines Verbrechens der banden- und gewerbsmäßigen Geldfälschung rechtskräftig verurteilt.
Gegen zwei weitere Tatverdächtige aus Nordrhein-Westfalen wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ingolstadt Untersuchungshaftbefehle erlassen, die am 20. Oktober 2025 in Wuppertal vollzogen wurden. Die Festgenommenen wurden dem zuständigen Richter am Amtsgericht Ingolstadt vorgeführt und nach ihrer Anhörung an zwei bayerische Justizvollzugsanstalten überstellt. Sie befinden sich seitdem in Untersuchungshaft.