Kriminalitätsbekämpfung

Jahresrückblick über eindrucksvolle Ergebnisse der Kriminaltechnik

Die Mitarbeiter der Kriminaltechnik im Bundeskriminalamt arbeiten mit modernsten Mitteln und erzielen eindrucksvolle Ergebnisse. 2018 wurden über 42.000 Analysen sowie einige spektakuläre Brandursachenermittlungen durchgeführt. Die Kriminaltechnik ist eine wesentliche Unterstützung für die polizeilichen Ermittlungen. Mit vielfältigen Untersuchungen werden die sichergestellten Spuren entschlüsselt.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr über 42.000 Einzelanalysen (2017: 37.000) durchgeführt. Darunter fallen beispielsweis 23.496 Suchtmittelanalysen (2017: 19.743), 1.021 Schusswaffenuntersuchungen (2017: 390), 4.700 Urkundenuntersuchungen (2017: 4600), 4.509 Fasern (2017: 2.357) sowie 88 Brände (2017: 96). Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich somit eine beachtliche Steigerung der Anzahl der untersuchten Proben.

Ein Auszug der bearbeiteten Fälle
Nach einem Leichenfund am Inn Ufer unterhalb von Innsbruck wurden im April 2018 zahlreich gefärbte Fasern gefunden. Bei dem Fund war die Leiche stark verwest und in zerrissenes Plastik gehüllt. Die Fasern befanden sich an den Klebebändern mit denen die Plastikumhüllung verklebt war. Das Referat Biologie und Mikroskopie im BK konnte beweisen, dass die Fasern nicht von der Bekleidung des Toten stammen. Durch einen anschließenden Vergleich konnte festgestellt werden, dass die Fasern von einem Teppich und einer Decke des Tatverdächtigen stammten.

Ende Oktober 2018 verstarb eine junge Frau in Zell am See nachdem vier Schüsse auf sie abgegeben worden waren. Bei der Untersuchung der Projektile und der verfeuerten Patronenhülsen fand die Waffengruppe im Referat Physik im BK heraus, dass eine zur scharfen Waffe umgebaute Schreckschusswaffe und für diese Waffe speziell adaptierte Munition für die Tat verwendet wurden. Bei einer Hausdurchsuchung konnten eine umgebaute Schreckschusspistole, auf die gleiche Weise wie beim Mord benutzte adaptierte Munition sowie die für deren Herstellung notwendige Geräte und Hilfsmittel aufgefunden werden. Die Waffengruppe konnte bereits wenige Stunden nach der Sicherstellung der Waffe diese eindeutig als Tatwaffe identifizieren und somit einen wichtigen Sachbeweis für die Überführung des Täters liefern.

Allgemeines
Seit 18. Mai 2010 ist das Büro für Kriminaltechnik im BK als Prüfstelle akkreditiert. Für die Fachgebiete, kriminaltechnische Untersuchung von Suchtmitteln, schusswaffentechnische Untersuchungen, Dokumentenuntersuchung und kriminaltechnischer Handschriftenvergleich. Die Proben werden von den Experten der Kriminaltechnik mit modernen Verfahren untersucht und anschließend Untersuchungsberichte für die Ermittlungs- und Strafbehörden erstellt.

Artikel Nr: 16624 vom Mittwoch, 23. Jänner 2019, 07:00 Uhr
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