Betrug
Insolvenzbetrug – neuer Modus
Aktuell ist eine neue Insolvenzbetrugsmasche im Umlauf, die auf klein- und mittelgroße Elektrounternehmen abzielt.
Beschreibung
Betrügerinnen und Betrüger versenden E-Mails im Namen einer Anwaltskanzlei und behaupten, dass ein von ihnen vertretenes Unternehmen in Konkurs geht und die Konkursmasse zum Verkauf stehe. Das Wording, die Verkaufssumme und Geschäftsabwicklung ist in der Branche durchaus üblich, daher wirkt dieser Modus sehr realistisch. Es werden auch (gefälschte) Dokumente, z.B. Gerichtsurteile oder Ähnliches im Mailverlauf ersichtlich.
Im konkreten Fall handelt es sich um Unternehmen, die im Solar- und Photovoltaiksektor tätig sind. Eine angebliche Anwaltskanzlei mit Firmensitz in Berlin versendet Rundmails an einschlägige Unternehmen.
Bisher (Stand Ende November 2025) sind erst einige wenige Fälle bekannt, die Schadenssumme ist allerdings bereist im hohen, fünfstelligen Bereich.
Präventionstipps
• Überprüfen Sie den Sachverhalt ganz genau. Gibt es die behauptete Anwaltskanzlei wirklich? Gibt es das behauptete Unternehmen? Sind diese Unternehmen telefonisch erreichbar?
• Vorsicht, wenn nur Vorauskassa möglich ist – möglicherweise existiert die Ware gar nicht.
• Vorsicht, wenn Druck gemacht wird. Betrüger erzeugen Stress, damit man nicht zum Nachdenken kommt. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
Maßnahmen im Schadensfall
• Anzeige erstatten: Wenden Sie sich umgehend an die nächstgelegene Polizeidienststelle und erstatten Sie Anzeige.
• So rasch als möglich: Sollten Sie Geld überwiesen haben, dann setzen Sie sich umgehend mit Ihrer Bank in Verbindung, ob die Möglichkeit besteht, Ihre Zahlung zurück zu holen. Das ist meist nur am selben Tag möglich. Die Banken haben hierzu verschiedene enge Zeitfenster.