Kriminalitätsbekämpfung

Schwerpunktaktion gegen Kinderhandel

Aufgrund der humanitären Situation in der Ukraine bündelten Polizeieinheiten aus 22 Staaten, Frontex, Europol und Eurojust sowie Interpol von 6. bis 13. Juni 2022 ihre Kräfte und setzten Schwerpunktaktionen gegen den Kinderhandel. Insgesamt gab es mehr als 130 Festnahmen. Die österreichische Polizei beteiligte sich aktiv an der Operation. Es wurde aber kein Fall von Kinderhandel festgestellt.

Menschenhändlerinnen und -händler konzentrieren sich auf besonders schutzbedürftige Gruppen, zu denen auch Kinder und Jugendliche zählen. Die Dunkelziffer von Kinderhandel ist hoch, denn dieser wird oft nicht gemeldet. Deshalb sind die erklärten Ziele dieser Joint Action Days Kinderhandel frühestmöglich zu erkennen, die Opfer zu identifizieren und national sowie international agierende kriminelle Organisationen zu zerschlagen.

Bilanz für Österreich
Vom 6. bis 13. Juni 2022 fanden daher europaweit Schwerpunktaktionen zur Bekämpfung des Kinderhandels und Migrationsbewegung von Kindern in Europa statt. Die Joint Action Days wurden international koordiniert und in Österreich von der Abteilung "Schlepperei, Menschenhandel und Sonderermittlungen" im Bundeskriminalamt in Kooperation mit allen Landeskriminalämtern umgesetzt. In Österreich waren im Zuge der Ein- und Ausreiseüberwachung an acht Tagen insgesamt 267 Beamtinnen und Beamte im Einsatz. Sie kontrollierten insgesamt 881 Personen und 148.024 Fahrzeuge. Darüber hinaus wurden an neun Flughäfen, Bahnhöfen und Busstationen 595 Dokumente überprüft. Von den Personenkontrollen entfielen allein 374 auf die Kontrolle Minderjähriger am Flughafen Salzburg. 27 Personen wurden aufgrund illegalen Aufenthalts und wegen Drogenhandels festgenommen. Während der Joint Action Days konnte in Österreich kein Opfer von Kinderhandel identifiziert werden.

Mehr als 130 Festnahmen
Europaweit waren insgesamt 22.000 Beamtinnen und Beamte im Einsatz. Diese kontrollierten mehr als 970.000 Personen. Insgesamt wurden mehr als 130 Personen festgenommen. Rund 130 Opfer konnten identifiziert werden, darunter mehr als ein Dutzend minderjährige.

Teilnehmende Länder
Österreich, Belgien, Bulgarien, Zypern, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Irland, Litauen, Niederlande, Polen, Portugal, Rumänien, Spanien, Schweden sowie Bosnien und Herzegowina, Liechtenstein, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien, Ukraine und das Vereinigtes Königreich.

Artikel Nr: 19785 vom Dienstag, 5. Juli 2022, 10:00 Uhr
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