Kriminalitätsbekämpfung

Drei gestohlene Monstranzen kehren nach zwei Jahren in ihre Kirche zurück

Drei Monstranzen, die 2018 aus einer Kirchen in Wien Währing gestohlen worden waren, konnten nun in Serbien aufgefunden und sichergestellt werden. Am 26. Juni 2020 übergaben die Ermittler des Bundes- und Landeskriminalamtes Wien die Monstranzen an den Pfarrer.

Zwischen Juni und Oktober 2018 brachen Unbekannte in der St. Severin Kirche in Wien ein. Die Täter stahlen aus der Sakristei drei Monstranzen, 47 Einzelreliquien und eine antike Schatulle. Der Wert der Monstranzen bewegte sich im unteren fünfstelligen Eurobereich. Die kirchlichen Gegenstände waren vor dem Diebstahl inventarisiert und fotografiert worden. Somit konnte via Interpol und der nationalen Kulturgutfahndung nach den Gegenständen gesucht werden.

Im Jänner 2020 stellten Ermittler bei einer Hausdurchsuchung in Serbien die drei Monstranzen sicher. Aufgrund der guten Zusammenarbeit der Diözesankonservatorin und dem Kulturgutreferat des Bundeskriminalamts konnten die sichergestellten Objekte zweifelsfrei identifiziert werden.
In Serbien konnte in Erfahrung gebracht werden, dass es sich beim Verdächtigen um einen 66-jährigen Serben handelte, der wegen des Verdachts der Hehlerei festgenommen wurde. Gemeinsam mit einem zweiten serbischen Staatsbürger hat er versucht, die gestohlenen Gegenstände zum Verkauf anzubieten. Der Verdächtige ist zwischenzeitlich in der Haft in Serbien verstorben.

Der österreichische Polizeiverbindungsbeamte brachte die liturgischen Gegenstände Mitte Juni 2020 nach Wien zurück. Am 26. Juni 2020 wurden die drei Monstranzen in der St. Severin Kirche dem Pfarrer und einer Vertreterin der Erzdiözese Wien übergeben. Die 47 Reliquien konnten noch nicht wiederaufgefunden werden.

Artikel Nr: 17956 vom Samstag, 27. Juni 2020, 10:02 Uhr
Reaktionen bitte an die Redaktion

Share Facebook
Share Twitter

Zurück

 
Keine Termine gespeichert