Gewaltschutz

30. internationaler Tag der Kinderrechte

Anlässlich des Internationalen Tages der Kinderrechte gibt das Bundeskriminalamt Hinweise und Präventionstipps, wie Kinder und Jugendliche bestmöglich vor Gewalt geschützt werden können.

Am 20. November 1989 wurde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen die Konvention über die Rechte von Kindern beschlossen. Zu den Unterzeichnern gehörte damals auch Österreich. Die UN-Konvention garantiert allen Kindern soziale, wirtschaftliche, politische und kulturelle Rechte. Sie hat die Aufgabe Kinder vor Ausbeutung, Diskriminierung und vor allem vor Gewalt zu schützen. Das Bundeskriminalamt nimmt daher den internationalen Tag der Kinderrechte zum Anlass um Hinweise und Präventionstipps zu geben, wie Kinder und Jugendliche bestmöglich vor Übergriffen geschützt werden können.

Es ist richtig, Kinder vor Gefahren zu warnen und ihnen einen vorsichtigen Umgang mit fremden Menschen zu lehren. Was jedoch nicht unberücksichtigt bleiben darf, ist die Tatsache, dass Misshandlungen und Missbrauch von Kindern überwiegend innerhalb der Familie, in der Verwandtschaft oder im engen Bekanntenkreis stattfindet. Eine Tatsache, die umso problematischer ist, da das Opfer meist in einem Abhängigkeitsverhältnis zum Täter steht und die Gefahr groß ist, dass dem Kind nicht geglaubt wird.

Der beste Schutz vor Übergriffen jeglicher Form, ist ein mit Selbstvertrauen gestärktes Kind, das gelernt hat auf seine Gefühle zu achten und ermutigt wird diese Gefühle auch zum Ausdruck zu bringen.

Verhaltenstipps für Ihr Kind

Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass es
• selbst über den eigenen Körper entscheiden darf und sich gegen Berührungen – auch von Familienmitgliedern – wehren kann.
• sich auf die eigenen Gefühle (gute und schlechte "Bauchgefühle") verlassen soll.
• auch zu Erwachsenen und Familienmitgliedern "NEIN" sagen darf, wenn Grenzen von diesen missachtet werden.
• immer ein offenes Ohr für alle Anliegen und Schutz und Hilfe bei Ihnen findet.

Übergriffe durch fremde Personen an Kindern sind eher die Ausnahme. Wichtig ist es, dass das Selbstbewusstsein des Kindes gestärkt wird. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über folgende Handlungsmöglichkeiten:
• Wenn Ihr Kind sich bedroht fühlt, soll es auf sich aufmerksam machen: "laut sein" und bei anderen Personen oder in einem Geschäft um Hilfe suchen.
• Auf bekannten, vertrauten Strecken soll Ihr Kind "Rettungsinseln", wie zum Beispiel Geschäfte oder Lokale und Menschen, die es im Notfall aufsuchen kann und die sie in der Folge kontaktieren, kennen.
• Ihr Kind sollte Wegstrecken und vor allem den Schulweg möglichst gemeinsam mit anderen Kindern gehen.
• Legen Sie Wegstrecken, die oft gegangen werden, gemeinsam mit Ihrem Kind fest.
• Sie sollen Bescheid wissen, wenn Ihr Kind mit Angehörigen, Verwandten oder Freunden mitgeht oder mitfährt.
• Ihr Kind sollte fremde Personen siezen, damit die Umgebung wahrnimmt, dass es diese Person nicht kennt.
• Ihr Kind sollte nicht mit fremden Personen mitgehen oder mitfahren und auch keine Geschenke von diesen Personen annehmen.
• Fremden Personen sollte Ihr Kind nicht die Wohnungstür öffnen.
• Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass es weder persönlich noch am Telefon oder im Internet Auskünfte an Fremde gibt.

Informationen über Präventionsveranstaltungen, die seitens der Polizei abgehalten werden, gibt Ihnen die Kriminalprävention österreichweit unter der Telefonnummer 059 133. Im Fachhandel und auch im Internet erhalten Sie eine Vielzahl von Literaturempfehlungen.

Kinder als Opfer

Gewalt an Kindern kann in physischer, psychischer, sexueller Form, aber auch durch Vernachlässigung geschehen. Dabei können bei einem Kind gleichzeitig auch oft mehrere Kategorien zutreffen. Gerade Kinder, die mit Gewalt in Kontakt kommen, sind auf die Hilfe ihres Umfeldes und von Außenstehenden angewiesen. Eine frühe Unterstützung, die zumeist auch Hilfe für die Erziehungsberechtigten bedeutet, kann helfen, weitere Verletzungen psychischer und physischer Art verhindern und auch Langzeitstörungen und Traumatisierungen zu vermeiden. Wenn Sie den Verdacht haben, dass ein Kind Opfer von Gewalt ist, melden Sie Ihren Verdacht der Polizei.

Links:

Artikel Nr: 17481 vom Dienstag, 19. November 2019, 09:33 Uhr
Reaktionen bitte an die Redaktion

Share Facebook
Share Twitter

Zurück

Freitag, 10. Jänner 2020
Salzburg

Samstag, 11. Jänner 2020
Wien

Samstag, 18. Jänner 2020
Wien

Freitag, 14. Februar 2020
Wien

Samstag, 15. Februar 2020
Wien

zu den Terminen