Prävention

Sicherheit im Netz

Der internationale Safer Internet Day am 6. Februar 2018 findet heuer bereits zum 15. Mal statt. Ziel ist es über eine sichere und verantwortungsvolle Internetnutzung aufzuklären. Auch die Polizei setzt zahlreiche Präventionsprogramme um und gibt Tipps für ein sicheres Verhalten im Netz.

Bei den Themen Internet, sozialen Netzwerken und Nachrichtendiensten kennen sich Jugendliche häufig besser aus als ihre Eltern. Das heißt aber nicht, dass sie in diesen Medien auch sicher unterwegs sind und immer wissen, wie sie sich verhalten sollen.

Daher gibt es für das Schuljahr 2017/2018 insgesamt 300 Präventionsbedienstete, die der Zielgruppe der Jugendlichen die Inhalte der unterschiedlichen Präventionsprogramme vorstellen. Durch die österreichweit einheitliche Umsetzung von Präventionsprogrammen für die Zielgruppe 13- bis 17-Jährige kann eine nachhaltige Präventionsarbeit geleistet werden. Hier ein Überblick über die wichtigsten Angebote mit einem Bezug zu Prävention und Internet.

Click & Check
Das Gewaltpräventionsprogramm "Click & Check" befasst sich mit der Förderung eines verantwortungsvollen Umganges mit digitalen Medien. Darüber hinaus wird ein besonderes Augenmerk auf die präventive Rechtsinformation im Speziellen mit den Jugendschutzbestimmungen gelegt, da Jugendliche in ihren unterschiedlichsten Lebenswelten mit verschiedenen gesetzlichen Bestimmungen konfrontiert werden. Die Schülerinnen und Schüler werden von geschulten Präventionsbediensteten anhand von kurzen Videofilmen zu einem sinnvollen und verantwortungsbewussten Umgang mit digitalen Medien (Internet, Handy, Chatrooms und Computerspiele) sensibilisiert. Gleichzeitig werden Konfliktbewältigung, Rechtsbewusstsein und Zivilcourage gefördert.

Look@your.Life
Das Sucht- und Gewaltpräventionsprogramm Look@your.Life blickt ambitioniert und
sensibel in die Lebenswelten von Jugendlichen und unterstützt sie auf dem Weg zum Erwachsenwerden bei den verschiedenen Herausforderungen, die die Konsum- und Medienwelt an sie stellt. Das darin enthaltene Modul Look@your.Web soll den reflektierten und gesunden Umgang mit Onlinemedien, insbesondere mit Smartphones, aufzeigen und fördern. Zielgruppe sind Jugendliche ab der 7. Schulstufe.

Neben den Präventionsprogrammen informiert die Polizei laufend über aktuelle Phänomene und Betrugsmaschen im Internet. Hier einige nützliche Tipps zum sicheren Verhalten im Internet:

• Kinder und Jugendliche sollten darauf vorbereitet werden, dass der Gesprächspartner im Internet oft nicht der ist, für den er sich ausgibt. Erklären Sie ihnen, dass sie diesen Umstand in Chaträumen und in sozialen Netzwerken stets bedenken sollten.
• Interessieren Sie sich für die neuen Medien und erläutern Sie Ihrem Kind, wie soziale Netzwerke, Chaträume und dergleichen funktionieren. Besprechen Sie mit Ihrem Kind das Verhalten im Internet. Wo liegen mögliche Gefahren?
• Informieren Sie sich über die Technik und Umgangsweise in Chaträumen, damit Sie mitreden und Fragen stellen können. Auf diese Weise gelten Sie für ihre Kinder viel eher als Ansprechperson, um über belastende Erfahrungen im Internet zu reden.
• Diskutieren Sie darüber, welche Bilder ins Netz gestellt werden. Erotische Fotos können Auslöser für Grooming, Cybermobbing oder Erpressung sein!
• Überprüfen Sie die Sicherheitseinstellungen Ihres Computers. Auch Virenschutzprogramme bieten keinen hundertprozentigen Schutz.
• Üben Sie mit Ihrem Kind konkrete Möglichkeiten, wie es sich vor sexueller Belästigung über das Internet schützen kann. Verbale sexuelle Belästigung sollen Kinder und Jugendliche mit einem klaren Nein beenden.
• Ändern Sie Passwörter in regelmäßigen Abständen und verhindern Sie, dass man Ihr Passwort leicht erraten kann. Verwenden Sie z. B. die Anfangsbuchstaben eines Ihnen geläufigen Satzes: Die Kriminalprävention findet den Safer Internet Day 2018 spitze! Das Passwort wäre demnach "DKfdSID2018s!".
• Blockieren sie Personen die sie belästigen. Nutzen sie dazu die Möglichkeiten, die die meisten Websites und sozialen Netzwerke anbieten um ihre persönlichen Informationen nicht zu veröffentlichen.
• Gehen Sie öfter mal Offline oder legen ganz bewusst Ihr Smartphone beiseite. Durch den Verzicht auf das Smartphone können sie ein Bewusstsein für die erleichternden und belastenden Seiten des "Onlinelebens" schaffen und der Verzicht soll auch das Genießen von verfügbarer Zeit ermöglichen und fördern.

Bei Fragen, Anregungen oder Beschwerden können Sie sich jederzeit an die Expertinnen und Experten im Büro für Kriminalprävention im Bundeskriminalamt unter der E-Mail-Adresse kriminalpraevention@bmi.gv.at wenden.

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Artikel Nr: 15552 vom Dienstag, 6. Februar 2018, 09:00 Uhr
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