Prävention

Polizei startet nationales Präventionsprogramm "Under 18" an Schulen

Mit dem Schuljahr 2018/2019 startet die Polizei die österreichweite Ausrollung des Präventionsprogramms UNDER 18. Speziell geschulte Bedienstete informieren Kinder und Jugendliche ab dem Alter von 13 Jahren zu den Themenblöcken Rechtsbewusstsein sowie Suchtdelikts- und Gewaltprävention. Für Kinder ab dem Alter von zehn Jahren wird der Umgang mit digitalen Medien vermittelt.

Die Kriminalprävention mit der Zielgruppe Jugendliche ist eine der wichtigsten Säulen der polizeilichen Präventionsarbeit. Die Task Force "Strafrecht" unter der Leitung von Staatssekretärin Mag. Karoline Edtstadler hat daher auch einen Schwerpunkt auf dieses Thema gesetzt. Die Polizei will die Kinder und Jugendlichen mit zielgruppengerechter Information auf Augenhöhe vor der Delinquenz, also vor der Straffälligkeit, bewahren. Aus diesem Grund wurden seit 2016 die bestehenden Präventionsprogramme für Jugendliche überarbeitet und mit neuen Inhalten als auch einem neuen ansprechenden Design gestaltet. Darüber hinaus wurde mit internen und externen Fachexperten ein umfangreicher Lehrgang für die Präventionsbediensteten entwickelt.

Das neu ausgearbeitete Programm mit dem Namen "UNDER 18" entspricht nun einerseits den derzeitigen pädagogischen, methodischen und wissenschaftlichen Standards und ist andererseits einfach und verständlich aufgebaut. Um die Qualität auch gewährleisten zu können, wurden die Präventionsbediensteten im vergangenen Schuljahr auf die neuen Präventionsprogramme geschult, um folglich, ab dem Schuljahr 2018/2019 mit dem neuen Angebot der Polizei österreichweit starten zu können.

Bei der Erstellung des Programms war der Polizei der Mehr-Ebenen-Ansatz wichtig. Neben den Schülerinnen und Schüler n werden daher auch die Erziehungsberechtigten sowie das Lehrpersonal aktiv eingebunden. Ein weiterer entscheidender Erfolgsfaktor ist das Nachhaltigkeitsprinzip. Es sollen daher die Unterrichtseinheiten so festgelegt werden, dass sie über die Dauer eines Schuljahres umgesetzt werden. Um die Qualitätsansprüche der Präventionsarbeit zu erreichen, ist die Mindestanzahl von 13 Schulungsmaßnahmen pro Jahr inklusive Workshops, Elternabend und Lehrerinformation vorab festzusetzen.

Das Programm "UNDER 18" bietet je nach Bedarf drei unterschiedliche Themenblöcke an:

"All Right – Alles was Recht ist!" beschäftigt sich mit der Förderung des Rechtsbewusstseins. Die Zielgruppe sind 13- bis17 jährige Schülerinnen und Schüler.

Look@your.Life kümmert sich um die Themengebiete der Delinquenzprävention in Folge des Konsums von legalen und illegalen Substanzen für 13- bis 17-Jährige.

"Click & Check" widmet sich dem verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien. Dieses Projekt startet bereits mit Jugendlichen ab zehn Jahren.

Um den Ansprüchen einer hochwertigen Präventionsarbeit gerecht zu werden und gleichzeitig eine Nachhaltigkeit zu erreichen, ist ein hohes Engagement jeder und jedes einzelnen Präventionsbediensteten gefordert. Entscheidend bei der Vorbereitung des neuen Programms war daher die Ausbildungsoffensive innerhalb der Polizei. Seit 2017 werden die Präventionsbediensteten in speziellen Schulungen auf ihre Arbeit vorbereitet. Derzeit stehen in Österreich 350 ausgebildete Präventionsbeamte zur Verfügung. Bis Ende 2019 werden es 433 sein. Die Zusammenarbeit bei der Erstellung der Schulungsprogramme erfolgt eng mit Vertretern der Schulpsychologie des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung.

Interesse? Informationen zur Anmeldung an dem Programm "UNDER 18"
Die Kontaktaufnahme mit den Präventionsbediensteten auf Landesebene erfolgt durch die Schulleitung. Kontakt zur Kriminalprävention im Landeskriminalamt.

Zu Beginn wird gemeinsam besprochen welches Programm umgesetzt werden soll. Die Vorhaben werden im Rahmen einer verbindlichen Vereinbarung zwischen der Schulleitung und der Kriminalprävention festgelegt. Diese umfasst die Programminhalte, aber auch die notwendigen Rahmenbedingungen und erforderlichen Maßnahmen seitens der Bildungseinrichtung.

Vor dem Start ist eine Information für das Lehrpersonal und eine Informationsveranstaltung für die Erziehungsberechtigten vorgesehen. Auch nicht direkt involvierte Pädagoginnen und Pädagogen sollen eingebunden werden, um sich damit zu identifizieren. Die Festlegung eines Jahresschwerpunktes für die gesamte Schule hat nachhaltige Wirkung.

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Artikel Nr: 16312 vom Dienstag, 9. Oktober 2018, 14:53 Uhr
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