IT-Sicherheit

Geldwäsche ist eine Straftat

Europol setzt eine weltweite operative und präventive Schwerpunktaktion zum Thema Finanzagent (Englisch: Money Mules). Das Bundeskriminalamt beteiligt sich an der Sensibilisierungskampagne.

Ein Finanzagent oder Money Mule ist eine Person, die von Kriminellen angeworben wird, um illegal erlangte Gelder zu waschen. Dem Finanzagent wird meist ein Geldbetrag aus dem Ausland auf sein Konto überwiesen. Dann wird er aufgefordert diesen Geldbetrag entweder weiter zu überweisen oder abzuheben. Als Bezahlung darf sich die Person eine vereinbarte Gebühr einbehalten. Sofern eine Barbehebung gefordert wird, wird entweder ein Treffen mit einer unbekannten Person vereinbart, die das "gewaschene" Geld entgegennimmt oder der Finanzagent wird aufgefordert das Geld via Post zu versenden.

Oftmals sind die Money Mules im Unwissen der eigentlichen Straftat. Sie werden lediglich für den Transfer der "schmutzigen" Gelder rekrutiert. Diese Handlich kann jedoch bereits den Tatbestand der Geldwäsche nach dem österreichischen Strafgesetzbuch erfüllen. Als Finanzagent leistet man auf jeden Fall einen Beitrag zur Vollendung des Betruges. Somit unterstützen die Personen die organisierte Kriminalität.

Wer wird Finanzagent?

Statistisch gesehen ist laut Europol der durchschnittliche Finanzagent männlich und im Alter von 18 bis 34 Jahren. Die Rekrutierung von Money Mules erfolgt durch seriös wirkende Jobangebote auf Internetseiten, via soziale Medien, via Spam-Mails, oder über Messaging Apps.

Geldwäsche

In Österreich werden Meldungen über verdächtige Banktransfers an die Geldwäschemeldestelle im BK gemeldet und analysiert. Sofern sich der Verdacht erhärtet, ermittelt die Polizei. Ausgeforschte Money Mules werden zur Anzeige gebracht oder der Finanzmarktaufsicht (FMA) gemeldet.

Während der Präventionswoche klärt das BK via Facebook und der Homepage www.bundeskriminalamt.at über die Thematik des Finanzagenten auf.

Tipps der Kriminalprävention
• Seien Sie auf der Hut wenn schnelles Geld versprochen wird. Denn niemand hat etwas zu verschenken!
• Kontrollieren Sie Jobangebote genau. Achten Sie auf Adresse, Telefonnummer, E-Mailadresse und Webseite der Unternehmen. Erkundigen Sie sich selbst im Internet über das Unternehmen bzw. das Jobangebot.
• Achten Sie auf die Ausdrucksweise und den Stil des Jobangebotes. Das kann auf die Seriosität hinweisen.
• Geben Sie niemals Ihre Kontodaten oder andere persönliche Daten an unbekannte Dritte weiter.

Links:

Dokumente:

Tätigkeit als Finanzagent
©  Europol

Artikel Nr: 15343 vom Dienstag, 28. November 2017, 11:10 Uhr
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