Prävention

Wenn "Wegschauen" keine Lösung ist

"Zivilcourage – Chancen und Risiken" war das Thema des diesjährigen Tages der Kriminalitätsopfer, der am 22. Februar 2018 vom Innenministerium und der Verbrechensopferhilfeorganisation WEISSER RING veranstaltet wurde. Das BK präsentiert dazu einen Informationsfolder.

Das Innenministerium und die Verbrechensopferhilfeorganisation WEISSER RING veranstalteten am 22. Februar 2018 zum achten Mal den Tag der Kriminalitätsopfer. Im Fokus standen Zivilcourage und die damit verbundenen Chancen und Risiken.

Delikte wie Raub, Körperverletzung, Sachbeschädigung und Diebstahl, aber auch Belästigungen ereignen sich häufig in der Öffentlichkeit. Die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger bei der Ausforschung des Straftäters ist für die Polizei wichtig und liegt ihr sehr am Herzen. Daher haben Präventionsexpertinnen und -experten des BK einen Informationsfolder zu dem Thema erstellt. Die darin enthaltenen sechs Tipps zeigen, wie man für andere eintreten kann, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen und ein Vorbild für andere zu sein. Hier die Tipps zusammengefasst:

Ich helfe

Jeder Mensch kann im Rahmen seiner Möglichkeiten helfen eine Straftat zu verhindern. Manchmal hilft schon ein lautes Wort, um den Täter einzuschüchtern und von seinem Vorhaben abzubringen. Sehr wichtig ist es sich bemerkbar zu machen und klar zu verstehen zu geben, dass man hinsieht und im Zweifelsfall die Polizei ruft.

Andere aktiv zur Mithilfe auffordern

Warten Sie nicht darauf, dass "schon irgendjemand irgendetwas unternehmen” wird. Reagieren Sie als Erste oder Erster und machen Sie andere gezielt auf das Verbrechen aufmerksam. Einer direkten Ansprache kann sich niemand entziehen: "Sie, der Herr im blauen Hemd, helfen Sie mir.”

Beobachten

Beobachten Sie die Szene aufmerksam. Merken Sie sich, in welche Richtung die Täter entkommen sind. Notieren sie sich ihre Beobachtungen. Oft sind es vermeintliche Nebensächlichkeiten, die am Ende den Ausschlag geben, dass ein Verbrechen aufgeklärt und der Täter überführt werden kann.

Hilfe holen

Nach einem Verbrechen zählt jede Sekunde: Je schneller die Polizei informiert wird, desto besser können die Täter gefunden werden. Ein Handy kann so helfen, Verbrechen aufzuklären.

Erste Hilfe

Erste Hilfe ist die beste Hilfe. Jedes Opfer muss sofort versorgt werden, denn oft kann eine Sekunde über Leben und Tod entscheiden.

Zeugenaussagen

Ohne Ihre detaillierten Angaben über das Geschehen und den oder die Täter ist eine Überführung nur sehr schwer möglich. Denken Sie daran: Auch Sie könnten einmal in die Situation kommen, dass Sie auf die beherzte Unterstützung von Helfern und Zeugen angewiesen sind.

Tag der Kriminalitätsopfer

In einigen europäischen Ländern wird der 22. Februar als "Tag der Kriminalitätsopfer" begangen. Es soll auf die persönliche, wirtschaftliche und rechtliche Situation der durch strafbare Handlungen geschädigten Menschen aufmerksam gemacht werden. Am 22. Februar 2011 wurde in Österreich erstmals der "Tag der Kriminalitätsopfer" veranstaltet. Die damalige Innenministerin Maria Fekter hat die Anregung des WEISSEN RINGS aufgenommen, diesen Tag künftig gemeinsam mit dem Innenministerium zu veranstalten. Diese Veranstaltungen sollen das öffentliche Bewusstsein für die Situation von Kriminalitätsopfern stärken und Opfer dazu motivieren, Hilfe von einschlägigen Einrichtungen in Anspruch zu nehmen.

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Dokumente:

Zivilcourage
Foto: ©  BK

Artikel Nr: 15607 vom Donnerstag, 22. Februar 2018, 10:30 Uhr
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