Fahndung

Fall Foco jährt sich zum 32. Mal

Tibor Foco steht im Verdacht am 13. März 1986 eine Prostituierte ermordet zu haben. Seit seiner aufsehenerregenden Flucht vor 23 Jahren ist er untergetaucht. Er ist Österreichs meistgesuchte Person. Die Zielfahnder des BK setzen laufend neue Methoden ein und gehen jedem Hinweis nach. Nun wurden neue Fahndungsbilder erstellt.

Tibor Foco wurde vorgeworfen am 13. März 1986, die Prostituierte Elfriede H. durch einen Kopfschuss auf Bahngleisen ermordet zu haben und für diese Tat am 31. März 1987 rechtskräftig zu lebenslanger Haft verurteilt. Dem in Haft befindlichen Foco wurde ein Studium am Institut für Rechtswissenschaft an der Linzer Universität bewilligt. Im April 1995 gelang ihm im Zuge eines Studienausgangs die Flucht mit einem schwarzen Motorrad der Marke Kawasaki ZX 750 F Ninja. Im Frühjahr 1997 wurde das Urteil zu lebenslanger Haft aufgehoben und anschließend ein neues Verfahren in Abwesenheit des Tatverdächtigen neu aufgenommen worden. Weder Foco noch das Motorrad konnten bis heute gefunden werden.

Die letzten Lichtbilder von Tibor Foco stammen aus den Jahren 1986 bis 1993. Die Zielfahnder setzen daher für zielgerichtete Fahndungsmaßnahmen die Technik des so genannten Agings, eine Form der Bildbearbeitung, ein, die das Aussehen auf den Fotos altersmäßig simuliert. Die jetzt neu erstellten Fahndungsbilder zeigen Foco mit kurzen und langen Haaren bzw. mit und ohne Bart, um mögliche Veränderungen seines Aussehens nachzustellen. Zudem sind auf der BK-Fahndungsseite Details zu seiner Flucht sowie Stimm- und Handschriftenproben als unveränderliche Merkmale einer Person abrufbar.

Fahndungsmaßnahmen

Nach dem Tatverdächtigen wird seit 1995 öffentlich auf den Internetseiten des des Bundesministeriums für Inneres (BMI) gefahndet. Bereits 1995 wurde eine Belohnungssumme für zweckdienliche Hinweise aus der Bevölkerung in der Höhe von 40.000 Schilling (heute 2.900 Euro) ausgerufen. 2016 wurde Tibor Foco in den Kreis der EU Most Wanted aufgenommen und die Öffentlichkeitsfahndung nach ihm auf der Homepage von Europol ausgeweitet.. Da auf europäischer Ebene im November 2017 eine neue Regelung für Belohnungen vereinbart wurde, wird nun auch Österreich die Belohnungssumme für zweckdienliche Hinweise auf 20.000 Euro erhöhen um die Wichtigkeit des Falles für die Polizei und die Gerichte aufzuzeigen.

Das Bundeskriminalamt setzt somit eine Belohnung in der Höhe von 20.000 Euro für rechtmäßig erlangte Hinweise aus, die zur Festnahme des vom Landesgericht Linz zur Festnahme ausgeschriebenen Tibor Foco führen. Die Verteilung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Die Verteilung erfolgt bei mehreren Hinweisgeberinnen oder Hinweisgebern in Abstufung nach der Relevanz der erteilten Hinweise. Von der Auslobung ausgeschlossen sind Personen, die zur Mitwirkung im Rahmen ihrer privat- oder öffentlich-rechtlichen Stellung verpflichtet sind sowie Personen, denen eine Mitschuld in Zusammenhang mit dem gegenüber Tibor Foco bestehenden Tatvorwurf anzulasten ist sowie Personen, denen in Bezug auf die Person von Tibor Foco eine strafbare Handlung gemäß § 299 StGB anzulasten ist.

Die Polizei nimmt Hinweise jederzeit telefonisch unter der Telefonnummer +43/1/24836-985025 oder per E-Mail an bundeskriminalamt@bmi.gv.at entgegen.

Links:

Foto-Collage Foco
Foto: ©  BK
Fahndungsbild 1
Foto: ©  BK
Fahndungsbild 2
Foto: ©  BK
Fahndungsbild 3
Foto: ©  BK
Schriftprobe
Foto: ©  BK

Artikel Nr: 15662 vom Freitag, 9. März 2018, 09:45 Uhr
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