Prävention

Präventionsbericht 2017: Mehr Einsatz für das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung

Um das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu erhöhen, sind Polizeiorganisationen gefordert, nachhaltige Konzepte und Sicherheitsinitiativen zu setzen. Für die Umsetzung sind täglich insgesamt 1.200 speziell ausgebildete Präventionsbedienstete in Österreich im Einsatz.

Das Büro für Kriminalprävention und Opferhilfe im Bundeskriminalamt (BK) ist zentrale kriminalpräventive Koordinierungs- und Leitungsstelle sowie nationaler und internationaler Ansprechpartner. Gemeinsam mit Fachexpertinnen und -experten werden im BK die strategische Grundsatzarbeit und die notwendigen Rahmenbedingungen erarbeitet.

Die Maßnahmen der Kriminalprävention werden in den Bereichen Eigentumsschutz, Gewaltprävention, Sucht- und Sexualdeliktsprävention sowie Gewalt in der Privatsphäre umgesetzt.

Im Jahr 2017 konnten 392.249 Menschen aller Altersgruppen mit kriminalpräventiven Maßnahmen erreicht werden. Die Beratungen erfolgten in den Dienststellen, per E-Mail, Telefon, vor Ort sowie bei Messen und Veranstaltungen. Ergänzend dazu wurde der Weg der proaktiven Medien- und Öffentlichkeitsarbeit weiterverfolgt. Die Expertinnen und Experten der Kriminalprävention standen mit Fachvorträgen zahlreichen Veranstaltungen zur Verfügung. Individuelle Empfehlungen werden für spezielle Anliegen von Personen kostenlos erarbeitet. Um Präventionstipps sowie Ausbildungs- und Arbeitsunterlagen für Präventionsbedienstete bestmöglich aktuell halten zu können, ist die Zusammenarbeit mit öffentlichen Einrichtungen und Institutionen von großer Bedeutung. Der enge Austausch zwischen der Bevölkerung und der Polizei soll verstärkt zu einem positiven Sicherheitsgefühl beitragen.

Schwerpunkt "Jugendliche"

Ein besonderes Augenmerk wurde 2017 auf die Gruppe der Jugendlichen gelegt. Österreichweit wurden 14 verschiedene, teils länderspezifische Präventionsprogramme umgesetzt und insgesamt 131.855 Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrerinnen und Lehrer erreicht. Das Gesamtkonzept "UNDER18" mit der Zielgruppe Jugendliche wird derzeit neu ausgearbeitet. Unter diesen Namen sollen zukünftig alle Jugendprogramme zusammenlaufen. Bei der Umsetzung des Konzeptes wirken 350 ausgebildete Präventionsbedienstete mit. Im Rahmen von "UNDER18" wurden 2017 österreichweit 4.040 Präventionsmaßnahmen für Jugendlichen gesetzt

Initiative "GEMEINSAM.SICHER"

Um der Herausforderung gerecht zu werden, die innere Sicherheit in Österreich zu gewähren, wurde 2016 die Initiative "GEMEINSAM.SICHER" in gesamt Österreich verankert. Ziel dieses Projektes ist es interessierten Bürgerinnen und Bürger, staatlichen und privaten Einrichtungen sowie der Zivilgesellschaft die Möglichkeit zu geben in dieser Initiative mitzuwirken und die Sicherheit in Österreich gemeinsam mit den Polizeiorganisationen zu gestalten. Es wurden zahlreiche Sicherheitspartnerschaften mit Vereinen und Verbänden, der Wirtschaft und in den Schulen abgeschlossen. Bundesweit gibt es rund 500 Sicherheitsgemeinderäte, etwa 100 Sicherheitskoordinatoren und über 1.000 Sicherheitsbeauftragte. Aktive Bürgerbeteiligung stellt in diesem Sinne eine Bereicherung unserer repräsentativen Demokratie dar. Nach erfolgreichem Abschluss eines Probebetriebs erfolgte mit 1. Juni 2017 die bundesweite Ausrollung des Projekts.

Die Spezialisten der Kriminalprävention stehen Ihnen österreichweit kostenlos unter der Telefonnummer 059133 zur Verfügung.

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Dokumente:

Präventionsbericht
Foto: ©  BK

Artikel Nr: 15958 vom Donnerstag, 7. Juni 2018, 09:00 Uhr
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